Wikipedia: Eine Desinformations-Operation?

Wikipedia Manipulation
Wikipedia: Offene EnzyklopÀdie oder verdeckte Desinformations-Operation?

Aktualisiert: Mai 2022
Publiziert: MĂ€rz 2020
Sprachen: Deutsch / Englisch

Wikipedia: Eine offene EnzyklopÀdie oder eine verdeckte Desinformations-Operation?

Wikipedia wird allgemein als eine offene, transparente und meist zuverlÀssige Online-EnzyklopÀdie angesehen. Bei genauerem Hinsehen stellt sich jedoch heraus, dass dies nicht der Fall ist.

TatsÀchlich wird die englische Wikipedia mit ihren 9 Milliarden Seitenaufrufen pro Monat von nur 500 aktiven Administratoren verwaltet, deren wahre IdentitÀt in vielen FÀllen unbekannt bleibt.

Zudem haben Studien gezeigt, dass 80 % aller Wikipedia-Inhalte von nur 1 % aller Redakteure geschrieben werden, was wiederum nur einigen hundert meist unbekannten Personen entspricht.

Es liegt auf der Hand, dass eine solch intransparente und hierarchische Struktur anfĂ€llig fĂŒr Korruption und Manipulation ist. Die berĂŒchtigten “bezahlten Redakteure”, die von Unternehmen eingestellt werden, sind nur ein Beispiel dafĂŒr.

In einem der bekanntesten FĂ€lle war ein Projektmanager des Pharmakonzerns Merck zugleich Administrator der deutschen Wikipedia und manipulierte Artikel zur Geschichte und den Produkten von Merck. Der Fall wurde 2015 aufgedeckt, hatte fĂŒr den Administrator indes keine Folgen.

Doch die Manipulation reicht noch viel weiter: Bereits 2007 fanden Rechercheure heraus, dass einer der aktivsten und einflussreichsten englischen Wikipedia-Administratoren, genannt “Slim Virgin”, tatsĂ€chlich ein ehemaliger britischer Geheimdienst-Informant war.

Ebenfalls 2007 konnten Forscher nachweisen, dass CIA- und FBI-Mitarbeiter Wikipedia-Artikel zu kontroversen Themen wie dem Irak-Krieg und dem MilitÀrgefÀngnis Guantanamo bearbeiteten.

In jĂŒngerer Zeit stellte sich heraus, dass ein weiterer Ă€ußerst produktiver Wikipedia-Redakteur mit dem Namen “Philip Cross” mit dem britischen Geheimdienst sowie mit mehreren Mainstream-Medienjournalisten in Verbindung stand.

In Deutschland wurde einer der aggressivsten Wikipedia-Redakteure nach einem zweijÀhrigen Rechtsstreit als politischer Agent entlarvt, der zuvor als auslÀndischer Freiwilliger in der israelischen Armee diente.

TatsĂ€chlich koordiniert das israelische Ministerium fĂŒr Strategische Angelegenheiten weltweit Aktivisten, die Wikipedia-Artikel umfassend bearbeiten, um israelische Interessen abzubilden.

Selbst in der Schweiz wurden nicht identifizierte Regierungsangestellte kurz vor einer öffentlichen Abstimmung ĂŒber den Schweizer Geheimdienst dabei erwischt, wie sie Wikipedia-EintrĂ€ge ĂŒber den Geheimdienst schönten.

Viele dieser Wikipedia-Pseudonyme bearbeiten fast den ganzen Tag und jeden Tag Artikel, was darauf hindeutet, dass sie entweder sehr engagierte Einzelpersonen sind oder tatsÀchlich von einer Gruppe von Personen betrieben werden.

DarĂŒber hinaus können Artikel, die von diesen Pseudonymen bearbeitet werden, nicht ohne weiteres ĂŒberarbeitet werden, da die oben genannten Administratoren jederzeit Änderungen rĂŒckgĂ€ngig machen oder widersprechende Benutzer einfach ganz blockieren können.

Das Hauptziel dieser verdeckten Kampagnen scheint darin zu bestehen, Regierungs- und Industrie­­­-Positionen durchzusetzen und den Ruf kritischer Personen und Organisationen zu beschĂ€digen. Die deutsche NGO Wiki-Radar nannte Wikipedia deshalb “eine der gefĂ€hrlichsten Websites des Internet”.

Zu den Artikeln, die von dieser Art der Manipulation besonders betroffen sind, gehören medizinische, politische und bestimmte historische Themen sowie Biographien unangepasster Akademiker, Journalisten und Politiker.

Viele Wikipedia-Manipulanten zĂ€hlen zu den sogenannten “Skeptikern”, eine obskure Gruppierung, die vor allem Kritiker offizieller Narrative “skeptisch” sieht. Der ehemalige deutsche Geheim­dienst­chef Dr. Helmut Roewer bezeichnete sie als eine “sektenĂ€hnliche kriminelle Organisation”, deren Mitglieder als “Cyberkrieger” fĂŒr kommerzielle und politische Interessen agieren.

Es ĂŒberrascht vielleicht nicht, dass Wikipedia-GrĂŒnder Jimmy Wales, ein Freund des ehemaligen britischen Premierministers Tony Blair und ein “Young Leader” des Davoser Welt­wirtschafts­forums (WEF), solche Operationen wiederholt verteidigt hat.

Apropos Davos: Wikimedia hat selbst ein Vermögen von mehr als 160 Millionen Dollar angehĂ€uft, das zum großen Teil nicht von faulen Studenten, sondern von großen US-Unternehmen und einflussreichen Stiftungen gespendet wurde.

Der derzeitige CEO von Wikimedia, Katherine Maher, arbeitete zuvor beim amerikanischen Council on Foreign Relations (CFR) sowie in einer Untergruppe des US National Endowment for Democracy (NED), das auf weltweite Einfluss­operationen und “Regimewechsel” spezialisiert ist.

DarĂŒber hinaus greifen US-amerikanische Social Media- und Videoplattformen zunehmend auf Wikipedia zurĂŒck, um “kontroverse” Themen einzurahmen oder zu bekĂ€mpfen. Die oben diskutierten EnthĂŒllungen könnten vielleicht helfen, die GrĂŒnde dafĂŒr zu erklĂ€ren.

Bereits NSA-Whistleblower Edward Snowden enthĂŒllte, wie Spione Online-Debatten manipulieren, und vor kurzem entpuppte sich ein leitender Mitarbeiter von Twitter als Offizier fĂŒr psychologische KriegsfĂŒhrung bei der britischen Armee.

Um zumindest ein gewisses Maß an Transparenz zu schaffen, haben deutsche Forscher ein kostenloses Webbrowser-Tool namens WikiWho entwickelt, mit dem die Leser farblich codieren können, wer genau was in Wikipedia bearbeitet hat.

In vielen FÀllen sieht das Ergebnis so bedenklich aus, wie man erwarten könnte.

WikiWho / WhoColor (Quelle)

Zitat

»Was mit der Wikipedia geschieht ist ein Skandal. Ich habe frĂŒher mitgeschrieben und kann die Diktatur der Admins bestĂ€tigen. Es geht nicht um Argumente, sondern um Macht.«
— Ein ehemaliger Wikipedianer —

Videos

Grafiken

1) Organisation und Manipulation der deutschsprachigen Wikipedia (mehr)

Wikipedia 2019
Organisation und Manipulation der deutschsprachigen Wikipedia (SPR)

2) Ideologisch agierende Wikipedia-Autoren (mehr)

Wikipedia-Akteure
Wikipedia: Ideologisch agierende Autoren (SPR)

Literatur

Siehe auch


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