Wikipedia: Eine Desinformations-Operation?

Wikipedia Manipulation

Publiziert: März 2020; Aktualisiert: Juni 2020
Sprachen: CN, DE, EN, ES, FA, FR, JP, NL, PL, RU
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Wikipedia wird allgemein als eine offene, transparente und meist zuverlässige Online-Enzyklopädie angesehen. Bei genauerem Hinsehen stellt sich jedoch heraus, dass dies nicht der Fall ist.

Tatsächlich wird die englische Wikipedia mit ihren 9 Milliarden Seitenaufrufen pro Monat von nur 500 aktiven Administratoren verwaltet, deren wahre Identität in vielen Fällen unbekannt bleibt.

Zudem haben Studien gezeigt, dass 80 % aller Wikipedia-Inhalte von nur 1 % aller Redakteure geschrieben werden, was wiederum nur einigen hundert meist unbekannten Personen entspricht.

Es liegt auf der Hand, dass eine solch intransparente und hierarchische Struktur anfällig für Korruption und Manipulation ist. Die berüchtigten “bezahlten Redakteure”, die von Unternehmen eingestellt werden, sind nur ein Beispiel dafür.

Tatsächlich stellten Forscher bereits 2007 fest, dass CIA- und FBI-Mitarbeiter Wikipedia-Artikel zu kontroversen Themen wie dem Irak-Krieg und dem Militärgefängnis Guantanamo bearbeiteten.

Ebenfalls im Jahr 2007 fanden Forscher heraus, dass einer der aktivsten und einflussreichsten englischen Wikipedia-Administratoren, genannt “Slim Virgin”, tatsächlich ein ehemaliger britischer Geheimdienst-Informant war.

In jüngerer Zeit stellte sich heraus, dass ein weiterer äußerst produktiver Wikipedia-Redakteur mit dem Namen “Philip Cross” mit dem britischen Geheimdienst sowie mit mehreren Mainstream-Medienjournalisten in Verbindung stand.

In Deutschland wurde einer der aggressivsten Wikipedia-Redakteure nach einem zweijährigen Rechtsstreit als politischer Agent entlarvt, der zuvor als ausländischer Freiwilliger in der israelischen Armee diente und über Abzeichen weiterer Streitkräfte verfügte.

Selbst in der Schweiz wurden nicht identifizierte Regierungsangestellte kurz vor einer öffentlichen Abstimmung über den Schweizer Geheimdienst dabei erwischt, wie sie Wikipedia-Einträge über den Geheimdienst schönten.

Viele dieser Wikipedia-Pseudonyme bearbeiten fast den ganzen Tag und jeden Tag Artikel, was darauf hindeutet, dass sie entweder sehr engagierte Einzelpersonen sind oder tatsächlich von einer Gruppe von Personen betrieben werden.

Darüber hinaus können Artikel, die von diesen Pseudonymen bearbeitet werden, nicht ohne weiteres überarbeitet werden, da die oben genannten Administratoren jederzeit Änderungen rückgängig machen oder widersprechende Benutzer einfach ganz blockieren können.

Das Hauptziel dieser verdeckten Kampagnen scheint darin zu bestehen, westliche und israelische Regierungspositionen durchzusetzen und gleichzeitig den Ruf unabhängiger Journalisten und Politiker zu zerstören.

Zu den Artikeln, die von dieser Art der Manipulation am meisten betroffen sind, gehören politische, geopolitische und bestimmte historische Themen sowie Biographien unangepasster Akademiker, Journalisten und Politiker.

Es überrascht vielleicht nicht, dass der Wikipedia-Gründer Jimmy Wales, ein Freund des ehemaligen britischen Premierministers Tony Blair und ein “Young Leader” des Davoser Forums (WEF), diese Operationen wiederholt verteidigt hat.

Apropos Davos: Wikimedia hat selbst ein Vermögen von mehr als 160 Millionen Dollar angehäuft, das zum großen Teil nicht von faulen Studenten, sondern von großen US-Unternehmen und einflussreichen Stiftungen gespendet wurde.

Der derzeitige CEO von Wikimedia, Katherine Maher, arbeitete zuvor beim US Council on Foreign Relations (CFR) sowie in einer Untergruppe des US National Endowment for Democracy (NED).

Darüber hinaus greifen US-amerikanische Social Media- und Videoplattformen zunehmend auf Wikipedia zurück, um “kontroverse” Themen einzurahmen oder zu bekämpfen. Die oben diskutierten Enthüllungen könnten vielleicht helfen, die Gründe dafür zu erklären.

Bereits NSA-Whistleblower Edward Snowden enthüllte, wie Spione Online-Debatten manipulieren, und vor kurzem entpuppte sich ein leitender Mitarbeiter von Twitter als “Psyops-Offizier” der britischen Armee.

Um zumindest ein gewisses Maß an Transparenz zu schaffen, haben deutsche Forscher ein kostenloses Webbrowser-Tool namens WikiWho entwickelt, mit dem die Leser farblich codieren können, wer genau was in Wikipedia bearbeitet hat.

In vielen Fällen sieht das Ergebnis so unangenehm aus, wie man erwarten könnte.

WikiWho / WhoColor
Zusätzliche Referenzen
Siehe auch

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