SPR in den Medien

Der FaktenFinder der ARD Tagesschau hat am gestrigen 1. November einen lesenswerten Beitrag zu den Forschungsarbeiten von Swiss Propaganda Research veröffentlicht. Im Beitrag kommen auch die beiden Schweizer Medienprofessoren Vinzenz Wyss (IAM Winterthur) und Stephan Ruß-Mohl (IMeG Lugano) zu Wort.

Beachtenswert sind zudem die zahlreichen Leserkommentare zum Beitrag auf tagesschau.de, Twitter und Facebook. Aufgrund der hohen Anzahl (zumeist kritischer) Rückmeldungen musste das Tagesschau-Forum sogar zeitweise geschlossen werden.

Auf der sachlichen Ebene werden im Artikel primär zwei Kritikpunkte angebracht: Erstens, der Beobachtungszeitraum der SRF-Analyse sei zu kurz. Hierbei wird übersehen, dass es sich bei der SRF-Analyse nicht um eine longitudinale Studie handelt (wie etwa bei der NZZ-Studie), sondern um eine detaillierte audiovisuelle Programmanalyse – mit ebenso signifikanten Resultaten.

Zweitens wird die Anonymität der Studienautoren bemängelt. Hierbei wird übersehen, dass seit 2015 selbst die führende Fachzeitschrift Nature einen sogenannten double-blind peer-review anbietet, bei dem die Namen der Autoren und ihrer Institutionen ausgeblendet werden – zumal diese für die Beurteilung einer wissenschaftlichen Arbeit schlicht nicht relevant sind.

Durchaus relevant ist indes der Persönlichkeitsschutz kritischer Forscher – wie gerade auch der ARD-Beitrag einmal mehr vor Augen führt.

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