Das Giuffre-Dossier

Am Vorabend von Epsteins Abgang wurden rund zweitausend Seiten Gerichtsakten aus einem Prozess von 2015 bis 2017 entsiegelt. Darin befinden sich Aussagen von Epstein-Opfer Virginia Giuffre zu Personen, mit denen sie »zu Sex gezwungen« worden sei. Europäische Medien haben nicht oder nur teilweise über diese Liste berichtet, die folgende Personen umfasst:

Der britische Prinz Andrew, »ein weiterer Prinz«, »ein bekannter Premierminister« [wahrscheinlich: Tony Blair], »ausländische Präsidenten«, der ehemalige Gouverneur von New Mexico Bill Richardson, der ehemalige US-Senator und Walt-Disney-Präsident George Mitchell, US-Milliardär und Hyatt-Hotelerbe Tom Pritzker, US-Milliardär und Hedge-Fund-Manager Glenn Dubin, der ehemalige MIT-Professor Marvin Minsky, der französische Model-Agent Jean-Luc Brunel, US-Anwalt und Epstein-Verteidiger Alan Dershowitz, sowie weitere »mächtige Männer« und »world leaders«.

Alle namentlich genannten Personen dementieren jegliche Beteiligung. Einige der Aussagen von Giuffre wurden indes bereits von anderen Epstein-Opfern bestätigt. Zudem verfügt Giuffre über detailliertes Zeugenwissen. Ihre Aussagen betreffen die Jahre von 2000 bis 2002. Sie war damals sechzehn bis achtzehn Jahre alt.

Im Unterschied zu Epsteins Adressbuch (»little black book«) und dem Logbuch seines Privatjets handelt es sich beim Giuffre-Dossier erstmals um konkrete Anschuldigungen bzgl. pädo­krimi­nellen Handlungen; Giuffre ist allerdings nur eines von über einhundert Epstein-Opfern.

Giuffres Aussagen erinnern an die belgischen Zeugendossiers (X-Dossiers), die von europäischen Behörden und Medien seit über zwanzig Jahren ignoriert bzw. unterdrückt werden, obschon darin einige der (ehemals) mächtigsten Männer Europas genannt werden.

Quellen:

Siehe auch: Geopolitik und Pädokriminalität


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