Zum Iran

Ein Blick auf die Logik imperialer Kriege zeigt das Dilemma sofort: Da der Iran kein US-Klientel­staat werden möchte, schwankt die Imperialpolitik seit Jahrzehnten zwischen Szenario K (Verhand­lungen), Szenario L (Sanktionen oder Regime Change), und den Szenarien P bis S (Krieg).

Wie schon im Irak, Syrien und Libyen geht es auch im Iran nicht ums Erdöl. Bereits im britisch-iranischen Ölstreit von 1953 standen die USA auf iranischer Seite und intervenierten erst, als Mossadegh mit der UdSSR paktierte. Das Erdöl blieb auch nach dem Putsch verstaatlicht.

Selbst bei der Machtergreifung durch Ayatollah Khomeini 1979 agierten die USA wohlwollend im Hintergrund. Auch hier ging es um die Ver­hin­derung eines pro-sowjetischen Regimes, das Moskau den alten zaristischen Traum vom Zugriff auf den Indischen Ozean ermöglicht hätte.

Der ehemalige Exxon-CEO Rex Tillerson wurde als US-Außenminister entlassen, weil ihm Trumps Iran-Politik zu aggressiv war: Ölmann Tillerson wollte am Atomabkommen von 2015 festhalten.

Zur Berichterstattung transatlantischer Medien siehe Das American Empire und seine Medien sowie Die Propaganda-Matrix – wobei anzumerken ist, dass es in der Iran-Frage durchaus Meinungs­ver­schieden­heiten gibt zwischen den USA und den europäischen Partner- bzw. Klientelstaaten.

Für ein umfassenderes und realistischeres Bild der Ereignisse und Entwicklungen siehe den deutschen und den englischen Medien-Navigator.

Römisch-Persischer Grenzraum um 300 n.Chr. Nach dem letzten Römisch-Persischen Krieg von 603 bis 628 begann die arabische Expansion. (WP)

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