Der Elefant in der Finca

21. Mai 2019 (Aktualisiert)

Der Elefant in der Finca ist jener Geheimdienst, der die Wiener Politik bereits seit Jahren ausgespäht hat. Das naheliegende Ziel war die Entfernung von Russlandfreunden, EU- und Migrationskritikern.

Aus geheimdienstlicher Sicht war Ibiza eine legitime Aktion, denn wer bereit ist, medialen und politischen Einfluss an Russland zu verschachern, darf bzw. muss entfernt werden.

Gudenus ist jener Politiker, der 2014 als Wahlbeobachter auf der Krim war und der russischen »Annexion« damit einen »Persilschein« (NZZ) erteilte, und der 2016 das Kooperations­abkommen zwischen Straches FPÖ und Putins Partei »Einiges Russland« einfädelte.

Der österreichische Geheimdienst war aufgrund der »Russland-Nähe« der FPÖ bereits europaweit isoliert. Nun sollte die FPÖ mittels einer falschen »Russin« zu Fall gebracht werden. Der Kontakt wurde über einen »deutschen Bekannten« hergestellt.

Mit der FPÖ trifft es Nationalkonservative, doch auch Sarah Wagenknecht dürfte letztlich von denselben Kreisen, und aus denselben Gründen, aus der eigenen Partei gedrängt worden sein.

»Dirty Campaigner« Silberstein hat eine Beteiligung bereits dementiert. Ein Fake-Profil auf Facebook ist ohnehin nicht mit einer mehrmonatigen, transnationalen, verdeckten Operation zu vergleichen.

Dass die Verlautbarung über zwei linientreue Atlantikbrücke-Medien und einen staatsnahen deutschen Komiker erfolgte ist nur folgerichtig. »Investigativ« war das sowenig wie damals die »Panama-Papers«, die ebenfalls geostrategischen und geheimdienstlichen Zielen dienten.

Auch der Zeitpunkt vor den EU-Wahlen macht deutlich, dass es hier um eine Aktion gegen EU-Kritiker und Russlandfreunde ging – eine Aktion, deren langfristiger Erfolg gleichwohl ungewiss bleibt.

Weiterlesen: Ibiza: Ein geostrategischer Coup

Der Elefant in der Finca (Leserbild)

Publiziert: 21. Mai 2019

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