Zensur und Selbstzensur

Zensur und Selbst¬≠zensur bei geo¬≠po¬≠li¬≠tischen Kon¬≠f‚ÄĆlik¬≠ten sind in der Schweiz keines¬≠wegs un¬≠be¬≠kannt, wie ein Blick in die Ge¬≠schichte zeigt.

Um das Land keinen un­nöti­gen Ri­si­ken aus­zu­setzen, muss­ten sich Medien und Buch­ver­lage wäh­rend des 1. und 2. Welt­kriegs und während des Kal­ten Kriegs an einen po­li­tisch definierten Mei­nungs­korri­dor halten, der sich an den welt­wei­ten Kräfte­ver­hält­nissen orientierte.

Durch die Ereignisse von 1990 und 2001 nahm der Druck auf Drittstaaten und ihre Medien wei¬≠ter zu: ¬ĽEntweder mit uns, oder gegen uns.¬ę

Aufgrund der Medien¬≠kon¬≠zen¬≠tration werden in¬≠zwi¬≠schen zudem √ľber 90% des Schwei¬≠zer Mark¬≠tes von nur noch f√ľnf Medien¬≠h√§usern bedient: Tamedia, Ringier, NZZ Medien und AZ Medien, sowie der SRG (siehe Info¬≠grafik).

Eine echte Medienvielfalt entstand mithin erst durch das Internet ‚Äď obschon auch hier bereits diverse Zensurversuche zu beobachten sind.


Das gew√ľnschte Narrativ

Bei geopolitischen Konflikten bestehen oftmals vordefinierte mediale Narrative. Was geschieht, wenn ein Schweizer Jour¬≠na¬≠list davon abweicht und √ľber die ¬Ľfalschen¬ę Themen be¬≠richtet?

Heute kaum noch vorstellbar, doch mitten im Bosnien¬≠krieg (1992-95) ver√∂ffentlichte der damalige Aus¬≠lands¬≠chef der Welt¬≠woche einen Artikel zu Kriegs¬≠l√ľgen in west¬≠lichen Medien.

Daraufhin geschah Folgendes:

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Die Angst vor den Lesern

Weil Propaganda von kritischen Lesern immer √∂fter und schneller entlarvt wird, sind viele Medien dazu √ľber¬≠ge¬≠gangen, die Kommentar¬≠funktion auf ihren Inter¬≠net¬≠¬≠seiten stark zu zensieren oder ganz zu deaktivieren. Zuletzt griff selbst die vermeintlich liberale NZZ zu dieser Ma√ünahme.

Schlie√ülich versuchten die ertappten Medien, die kri¬≠ti¬≠schen Leser als Trolle dar¬≠zu¬≠stellen, die wom√∂glich von aus¬≠l√§n¬≠dischen Re¬≠gie¬≠rungen f√ľrs Kom¬≠men¬≠tieren bezahlt w√ľrden. Be¬≠lege da¬≠f√ľr blie¬≠ben aus, und inhaltlich wurde auf die Leser¬≠kritik ohnehin nicht ein¬≠ge¬≠gangen.

Doch nicht nur von den Medien, auch im Online-Lexikon Wikipedia werden die Leser an der freien Meinungs¬≠bil¬≠dung gehindert: Hier sorgt eine kleine Gruppe anonymer ¬ĽAdminis¬≠tra¬≠toren¬ę daf√ľr, dass bei geo¬≠po¬≠li¬≠tisch brisanten Themen ab¬≠wei¬≠chende Positionen gel√∂scht, Autoren gesperrt und kritische Forscher diffamiert werden (siehe Vertiefungsstudie).


Die Grenzen der Pressefreiheit

Der Schweizer Presseclub in Genf genie√üt einen ausgezeichneten Ruf: Seit seiner Gr√ľndung hat er √ľber zweitausend Anl√§sse mit illustren Rednern von Fidel Castro bis Henry Kissinger und von Jean Ziegler bis Klaus Schwab organisiert.

Doch f√ľr Ende November 2017 war ein Vortrag angek√ľndigt, der sich kritisch mit den in west¬≠li¬≠chen Medien popul√§ren Syrischen Wei√ü¬≠helmen befassen wollte. Daraufhin geschah Folgendes:

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