Idée suisse

Gro√ü war der Auf¬≠schrei in den Schweizer Medien, als Polen 2016 ein neues Medien¬≠ge¬≠setz erlie√ü, welches die Er¬≠nennung von Di¬≠rek¬≠toren des √∂ffent¬≠lichen Rundfunks der Regierung √ľbertrug. Doch wie un¬≠ab¬≠h√§ngig sind die √∂ffentlichen Medien in der Schweiz?

Die Realit√§t ist er¬≠n√ľch¬≠ternd: Obschon die Schwei¬≠ze¬≠rische Radio- und Fern¬≠seh¬≠ge¬≠sell¬≠schaft (SRG) gerne betont, dass sie als privater Verein orga¬≠ni¬≠siert ist, definiert der Bundesrat nicht nur die Sendekonzession, sondern ernennt auch meh¬≠rere Ver¬≠wal¬≠tungs¬≠rats¬≠mit¬≠glieder sowie alle Mit¬≠glieder der obersten Pro¬≠gramm¬≠auf¬≠sicht UBI.

Selbst der SRG-Pr√§si¬≠dent wurde bis 2012 offiziell von der Landesregierung be¬≠stimmt. Seit¬≠her kommt ein un¬≠durch¬≠sich¬≠tiges Pro¬≠ce¬≠dere zum Ein¬≠satz, bei dem das Minis¬≠terium vorab √ľber die Kan¬≠di¬≠daten ¬Ľinfor¬≠miert¬ę wird. Dabei wurde das An¬≠for¬≠de¬≠rungs¬≠profil sowohl bei der Wahl des General¬≠di¬≠rektors 2010 wie auch bei der Wahl des Pr√§¬≠si¬≠denten 2016 noch w√§hrend des Ver¬≠fahrens ange¬≠passt ‚Äď und in beiden F√§llen letzt¬≠lich ein ¬ĽWunsch¬≠kan¬≠di¬≠dat¬ę des am¬≠tie¬≠renden Medien¬≠mi¬≠nis¬≠ters gew√§hlt.

Update: Auch die neue SRF-Direktorin wurde 2018 in einem erstaunlich intransparenten Ver­fah­ren bestimmt.


Medienaufsicht im Faktencheck

Die Ombudsstelle des SRF ist die erste Anlaufstelle f√ľr Programm¬≠be¬≠schwerden des Publi¬≠kums. Doch wie un¬≠vor¬≠ein¬≠ge¬≠nommen und objektiv behandelt sie Beschwerden zu geo¬≠po¬≠li¬≠tischen Themen?

Um dies zu √ľber¬≠pr√ľfen, wurden w√§hrend eines halben Jahres alle Schluss¬≠be¬≠richte zum Syrien¬≠kon¬≠flikt einem Fakten¬≠check unter¬≠zogen. Die Resul¬≠tate sind bedenk¬≠lich.

Zum Faktencheck →


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