Hinweise August 2019

Epstein: Ob Suizid, »Suizid«, oder »im Flieger nach Israel«: Ein weiterer hochbrisanter Prozess zu geopolitischer Pädokriminalität wurde auf mysteriöse Weise gestoppt. Zuletzt wurde noch bekannt, dass Epstein bzw. ein von ihm kontrollierter Trust am 2. Juli 2008 – ein Tag nach seiner damaligen Verurteilung – den Jackpot der staatlichen Lotterie von Oklahoma mit 30 Millionen Dollar gewann. Die damalige Ziehung konnte aufgrund einer »Computerpanne« nicht live im TV übertragen werden.

Siehe auch: Geopolitik und Pädokriminalität

Youtube: Im Juli wurde der Kanal des langjährigen deutschen Anbieters Nuoviso mit 170’000 Abonennten – viermal mehr als der Hauptkanal des Schweizer Fernsehens – kurzzeitig gelöscht. Auch die Youtube-Suche wird zusehends bereinigt: Wer noch kritische Dokus und Analysen finden möchte, muss vermehrt auf zensurfreie Suchmaschinen wie DuckDuckGo ausweichen und die Suche auf site:youtube.com eingrenzen, oder auf alternative Plattformen wie BitChute zurückgreifen.

Siehe auch: Die Propaganda-Matrix

MH17: Eine neue niederländische Doku präsentiert Belege, dass der ukrainische Geheimdienst Audio- und Videomitschnitte manipulierte sowie Radar-Daten unterschlug. Dies ist insbe­son­dere deshalb brisant, weil die niederländische Kriminaluntersuchung wesentlich auf den Angaben des ukrainischen Geheimdienstes beruhte. Auch die BBC wurde, einmal mehr, beim Manipulieren erwischt. Manche erinnern sich an die Ustica-Tragödie von 1980.

Russische Desinformation: Wie der KGB in den 1980er-Jahren das Gerücht weiterverbreitete, AIDS bzw. HIV entstamme der Pentagon-Biowaffenforschung. Interessanterweise waren frühere westliche Darstellungen dieser Operation ihrerseits irreführend (angefangen beim inexistenten Namen »Operation Infektion«), weshalb deutsche Forscher von »Desinformation im Quadrat« sprachen.

Siehe auch: Russische Propaganda

China: Das Ziel ist dasselbe wie zuvor beim Spanischen, Habsburgischen, Osmanischen, Deutschen und Sowjetischen Reich: die territoriale Aufteilung. Im Falle Chinas in das uigurische Xinjiang, das buddhistische Tibet, die nördliche Innere Mongolei, das ohnehin eher westlich orientierte Hong Kong und Taiwan, und das Kernland, das seinerseits in den Kantonesisch sprechenden Süden, den Mandarin sprechenden Norden und die historische Mandschurei aufgeteilt werden könnte.

Viele dieser Regionen streben tatsächlich nach mehr Autonomie oder Unabhängigkeit von Peking, das deshalb mit Repression reagieren muss, wodurch es bei der Bevölkerung noch unbeliebter wird – was wiederum den USA und ihren »NGOs« in die (weitreichenden) Hände spielt.

Gleichzeitig erhöhen die USA die Präsenz in Chinas Nachbarstaaten wie Südkorea, Japan, den Philippinen, Vietnam und Myanmar und den Druck auf Chinas Partner und Lieferanten wie Russland, Iran, Sudan oder Venezuela. Auch der Afghanistankrieg dient vor allem der Einkreisung Chinas.

Trumps Vorgänger versuchten es mit »Freihandelskrieg« (durch TTIP und TPP), Trump etwas direkter mit Handelskrieg – das Ziel bleibt in beiden Fällen die geoökonomische Destabilisierung.

Siehe auch: Die Logik imperialer Kriege

Chinas Provinzen und Randregionen (Stratfor)

Strache und Salvini: Beide schlossen ein Kooperations­abkommen mit Putins Partei Einiges Russland, verlangten die Beendigung der Russland-Sanktionen, gerieten in eine Video- bzw. Audio-Falle mit russischem Kontext, und waren zuletzt Ziel von Attentatsplänen. Salvini wird von den Medien zudem mit Aldo Moro verglichen: Der Premierminister, der in den 70ern eine Verständigung mit Moskau suchte, von Kissinger gewarnt und schließlich entführt und ermordet wurde.

Siehe auch: Ibiza: Ein geostrategischer Coup

Medien-Navigator: Der Medien-Navigator wurde etwas neu strukturiert und leicht aktualisiert. Neu aufgeführt sind der »Anti-Spiegel« und »German Foreign Policy«. Das Format »Jung und Naiv« wurde etwas konformer, »Cashkurs« und einige andere Formate etwas kritischer. Mit mehreren tausend Downloads pro Woche zählt der Navigator seit zwei Jahren zu den bekanntesten Medien-Klassifikationen im deutschsprachigen und neu auch im englischsprachigen Raum.

Anti-Islam-Netzwerke: Correctiv.org brachte im Mai eine dreiteilige Serie zu den medialen Anti-Islam-Netzwerken, die auch im deutschsprachigen Raum zunehmend präsent sind. Im Hintergrund stehen das amerikanische »Gatestone Institute« und einige pro-israelische US-Milliardäre.

Die zugehörigen Medien und Organisationen berichten einerseits schonungslos und im Allgemeinen korrekt über die reale Gewalt durch (vorwiegend) muslimische Migranten, versuchen diese jedoch andererseits auf den Islam und islamische Länder als Ganzes zu generalisieren. Das psychologische und geostrategische Kalkül dahinter ist nicht allzu schwierig zu erkennen (»Kampf der Kulturen«).

Das Problem mit dem Anti-Islam-Narrativ ist einerseits, dass islamische Länder wie Afghanistan, Iran oder Irak bis zu den (oftmals westlich initiierten) Kriegen und Regime­wechseln in den 70er- und 80er-Jahren durchaus gesellschaftlich liberal waren (gerade auch gegenüber Frauen), und dass anderer­seits Saudi-Arabien als Zentrum und Finanzier des radikalen politischen Islams bekanntlich einer der wichtigsten westlichen (und israelischen) Verbündeten im Nahen Osten ist.

Siehe auch: Die Israel-Lobby: Fakten und Mythen

Kabul, Baghdad und Teheran in den 1970er Jahren


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