Fakten zu Covid-19

AktualisiertAugust 2020; Teilen auf: Twitter / Facebook
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Von Fachleuten präsentierte, vollständig referenzierte Fakten zu Covid-19, die unseren Lesern eine realistische Risikobeurteilung ermöglichen sollen. (Updates siehe unten)

“Die einzige Art, gegen die Pest zu kämpfen, ist die Ehrlichkeit.” (Albert Camus, 1947)

Übersicht

  1. Laut den neuesten immunologischen Studien liegt die Letalität von Covid-19 (IFR) bei insgesamt circa 0.1% bis 0.3% und damit im Bereich einer starken Influenza (Grippe).
  2. Bei Personen mit hohem Risiko oder hoher Exposition (inklusive Pflegemitarbeiter) ist eine frühzeitige oder sogar prophylaktische Behandlung entscheidend.
  3. In Ländern wie den USA, UK oder auch Schweden (ohne Lockdown) liegt die Gesamt­mortalität seit Jahresbeginn im Bereich einer starken Grippesaison; in Ländern wie Deutschland und der Schweiz liegt die Gesamtmortalität bisher im Bereich einer milden Grippesaison.
  4. Das Sterberisiko für die Allgemeinbevölkerung im Schul- und Arbeitsalter liegt in den meisten Regionen im Bereich einer täglichen Autofahrt zur Arbeit. Das Risiko wurde zunächst überschätzt, da Personen mit milden oder keinen Symptomen nicht erfasst wurden.
  5. Bis zu 80% aller testpositiven Personen bleiben symptomlos. Selbst unter den 70- bis 79-Jährigen bleiben rund 60% symptomlos. Circa 95% aller Personen zeigen höchstens moderate Symptome.
  6. Bis zu 60% aller Personen verfügen bereits über eine gewisse zelluläre Hinter­grund­immunität gegen das neue Virus durch den Kontakt mit bisherigen Coronaviren (d.h. Erkältungsviren). Die Annahme, es gebe keine Immunität gegen das neue Coronavirus, war nicht zutreffend.
  7. Das Medianalter der Verstorbenen liegt in den meisten Ländern (inkl. Italien) bei über 80 Jahren (z.B. in Schweden bei 86 Jahren) und nur circa 4% der Verstorbenen hatten keine ernsthaften Vorerkrankungen. Das Sterbeprofil entspricht damit im Wesentlichen der normalen Sterblichkeit.
  8. In vielen Ländern ereigneten sich bis zu zwei Drittel aller Todesfälle in Pflegeheimen, die von einem allgemeinen Lockdown nicht profitieren. Zudem ist oftmals nicht klar, ob diese Menschen wirklich an Covid-19 starben oder an wochenlangem Stress und Isolation.
  9. Bis zu 30% aller zusätzlichen Todesfälle wurden nicht durch Covid-19 verursacht, sondern durch die Folgen von Lockdown, Panik und Angst. So ging etwa die Behandlung von Herzinfarkten und Hirnschlägen um bis zu 60% zurück, da sich Patienten nicht mehr in die Kliniken wagten.
  10. Selbst bei den sogenannten “Covid19-Todesfällen” ist oftmals nicht klar, ob sie an oder mit Coronaviren (d.h. an den Vorerkrankungen) starben oder als “Verdachtsfälle” gar nicht getestet wurden. Die offiziellen Zahlen reflektieren diese Unterscheidungen jedoch oftmals nicht.
  11. Viele Medienberichte, wonach auch junge und gesunde Personen an Covid-19 starben, stellten sich als falsch heraus: Viele dieser jungen Menschen starben entweder nicht an Covid-19, waren doch bereits schwer vorerkrankt (z.B. an Leukämie), oder sie waren 109 statt 9 Jahre alt. Die angebliche Zunahme der Kawasaki-Krankheit bei Kindern war ebenso eine Übertreibung.
  12. Die meisten Covid-19-Symptome können auch durch eine starke Influenza ausgelöst werden (inklusive Lungen­ent­zündungen, Thrombosen und der temporäre Verlust des Geruchssinns), aber bei starkem Covid-19 sind diese Symptome tatsächlich häufiger und ausgeprägter.
  13. Regional stark erhöhte Sterblichkeiten können entstehen, wenn es zu einem infektions- oder panikbedingten Kollaps der Alten- und Krankenpflege kommt oder zusätzliche Risikofaktoren wie starke Luftverschmutzung bestehen. Fragwürdige Vorschriften zum Umgang mit Verstorbenen führten teilweise zu zusätzlichen Engpässen bei Bestattungen und Kremierungen.
  14. In Ländern wie Italien und Spanien sowie teilweise Großbritannien und den USA haben auch Grippewellen bereits bisher zu einer Überlastung der Kliniken geführt. Derzeit müssen zudem bis zu 15% der Ärzte und Pfleger, auch ohne Symptome, in Quarantäne.
  15. Die oft gezeigten Exponentialkurven mit “Coronafällen” sind irreführend, da auch die Anzahl der Tests exponentiell zunahm. In den meisten Ländern blieb das Verhältnis von positiven Tests zu Tests insgesamt (sog. Positivenrate) konstant bei 5% bis 20% oder nahm nur leicht zu. Der Höhepunkt der Ausbreitung war in den meisten Ländern bereits vor dem Lockdown erreicht.
  16. Länder ohne Ausgangssperren, wie z.B. Japan, Südkorea, Weißrussland und Schweden, haben keinen negativeren Verlauf als viele andere Länder erlebt. Schweden wurde von der WHO sogar als vorbildliches Modell gelobt und profitiert nun von einer hohen Immunität. 75% der schwedischen Todesfälle erfolgten in Pflege­ein­rich­tungen, die zu spät geschützt wurden.
  17. Die Angst vor einer Knappheit an Beatmungsgeräten war unberechtigt. Laut Lungenfachärzten ist die invasive Beatmung (Intubation) von Covid19-Patienten, die teilweise aus Angst vor dem Virus geschah, zudem oftmals kontraproduktiv und schädigt die Lungen zusätzlich.
  18. Verschiedene Studien zeigten, dass die haupsächliche Übertragung des Virus weder durch weitreichende Aerosole (in der Luft schwebende Partikel) noch über Oberflächen geschieht, sondern durch direkten Körperkontakt und Tröpfchen. In Innenräumen ist eine aerosolartige Übertragung jedoch unter gewissen Bedingungen möglich.
  19. Für die Wirksamkeit von Masken bei gesunden und symptomlosen Personen gibt es weiterhin kaum Evidenz. Experten warnen zudem, dass solche Masken die Atmung beeinträchtigen und bei Mehr­fach­verwendung zu “Keimschleudern” werden können.
  20. Viele Kliniken in Europa und den USA blieben während der Lockdowns stark unterbelegt oder mussten sogar Kurzarbeit anmelden. Millionen von Operationen und Therapien wurden abgesagt, darunter auch zahlreiche Krebs­unter­suchungen und Organ­trans­plan­ta­tionen.
  21. Mehrere Medien wurden dabei ertappt, wie sie die Situation in Kliniken zu dramatisieren versuchten, teilweise sogar mit manipulativen Bildern. Generell bewirkte die unseriöse Berichterstattung vieler Medien eine Maximierung der Angst in der Bevölkerung.
  22. Die international verwendeten Virentestkits sind fehleranfällig und können falsche positive und falsche negative Resultate ergeben. Der offizielle Virentest wurde aus Zeitdruck zudem nicht klinisch validiert und kann auch auf andere Coronaviren (Erkältungsviren) positiv reagieren.
  23. Zahlreiche renommierte Experten aus den Bereichen Virologie, Immunologie und Epidemiologie halten die getroffenen Maßnahmen für kontraproduktiv und empfehlen eine rasche natürliche Immunisierung der Allgemeinbevölkerung und den Schutz von Risikogruppen.
  24. Für die Schließung von Schulen gab es zu keinem Zeitpunkt einen medizinischen Grund, da das Erkrankung- und Übertragungs­risiko bei Kindern äußerst gering ist. Auch für Kleinklassen, Masken oder Abstandsregeln in Schulen gibt es keinen medizinischen Grund.
  25. Mehrere Experten bezeichneten forcierte Impfstoffe gegen Coronaviren als unnötig oder sogar gefährlich. Tatsächlich führte etwa der Impfstoff gegen die sog. Schweinegrippe von 2009 zu teilweise schweren neurologischen Schäden und Klagen in Millionenhöhe. Auch bei Tests von Corona-Impfstoffen kam es bereits zu gravierenden Komplikationen.
  26. Eine globale Pandemie kann sich durchaus über mehrere Jahre erstrecken, doch viele Studien zu einer “Zweiten Welle” basieren auf sehr unrealistischen Annahmen, wie z.B. einem konstanten Erkrankungs- und Sterberisiko über alle Altersgruppen.
  27. In den USA beschrieben Krankenschwestern eine oft tödliche Fehlbehandlung von Covid-Patienten aufgrund fragwürdiger finanzieller Anreize und ungeeigneter Methoden.
  28. Die Anzahl an Menschen, die aufgrund der Maßnahmen an Arbeitslosigkeit, Depression und häuslicher Gewalt leiden, hat weltweit Höchstwerte erreicht. Mehrere Experten gehen davon aus, dass die Maßnahmen deutlich mehr Leben fordern werden als das Virus selbst. Laut UNO sind weltweit 1.6 Milliarden Menschen vom akuten Verlust ihrer Lebens­grund­lagen bedroht.
  29. NSA-Whistleblower Edward Snowden warnte, dass “Corona” für den permanenten Ausbau von technologischen Überwachungs­instrumenten genutzt wird. Weltweit kam es zum Monitoring der Zivilbevölkerung durch Drohnen und zu teilweise massiver Polizeigewalt.
  30. Eine WHO-Studie von 2019 zu Maßnahmen gegen Grippepandemien ergab, dass “Kontakt­verfolgung” aus medizinischer Sicht “unter keinen Umständen zu empfehlen” ist. Dennoch wurden Tracing-Apps in mehreren Ländern bereits teilweise obligatorisch. In einigen Ländern wird diese Kontakt­ver­folgung direkt vom Geheimdienst durchgeführt.
Siehe auch
  1. Studien zur Behandlung von Covid-19
  2. Studien zur Letalität von Covid-19 (IFR)
  3. Zum Ursprung des neuen Coronavirus
  4. Zur Wirksamkeit von Masken (Übersicht)
  5. Das europäische Mortalitätsmonitoring

Übersichtsgrafiken

August 2020

A. Allgemeiner Teil
Zur Immunität gegen das neue Coronavirus

Zu Beginn der Corona-Pandemie bestand die Befürchtung, gegen das neue Coronavirus gebe es keine Immunität in der Bevölkerung. Dies war einer der wesentlichen Gründe für die große Angst vor dem Virus und für die ursprüngliche Strategie des “flatten the curve”.

Ab März und April erschienen jedoch die ersten Studien, die aufzeigten, dass ein erheblicher Teil der Bevölkerung doch bereits über eine gewisse Immunität gegen das neue Virus verfügt, die durch den Kontakt mit früheren Coronaviren (Erkältungsviren) erworben wurde.

Im Juli erschienen nun weitere wichtige Studien zu diesem Thema:

  • Eine neue Studie aus Deutschland kam zum Ergebnis, dass bis zu 81% der Personen, die noch keinen Kontakt mit dem neuen Coronavirus hatten, bereits über kreuzreaktive T-Zellen (durch frühere Coronaviren) und damit über eine gewisse Hinter­grund­immunität verfügen. Dies bestätigt frühere Studien zur T-Zellen-Immunität.
  • Eine britische Studie fand überdies, dass bis zu 60% der Kinder und Jugendlichen und circa 6% der Erwachsenen bereits über kreuzreaktive Antikörper gegen das neue Coronavirus verfügen, die durch den Kontakt mit bisherigen Coronaviren entstanden sind. Dies dürfte ein weiterer wichtiger Aspekt zur Erklärung der sehr geringen Krankheitsrate bei Kindern und Jugendlichen sein.
  • Eine Studie im Fachblatt Nature kam im Falle von Singapur zum Ergebnis, dass Personen, die 2002/2003 an SARS-1 erkrankt waren, auch 17 Jahre später noch über T-Zellen verfügten, die auch gegen das neue SARS-2-Coronavirus reaktiv sind. Zudem fanden die Forscher bei rund der Hälfte der Personen, die weder an SARS-1 noch an SARS-2 erkrankt waren, bereits kreuzreaktive T-Zellen, die durch den Kontakt mit anderen, teilweise unbekannten Coronaviren entstanden sind. Die Forscher vermuten, dass die unterschiedliche Verbreitung solcher Coronaviren und T-Zellen miterklären können, warum manche Länder stärker oder schwächer vom neuen Coronavirus betroffen sind, unabhängig davon, welche politisch-medizinischen Maßnahmen sie ergreifen.
  • Bereits zuvor haben Analysten darauf aufmerksam gemacht, dass pazifische Länder und insbesondere die Nachbarländer Chinas bisher sehr tiefe Covid-Todesraten aufweisen, und zwar unabhängig von ihrer Bevölkerungsstruktur (jung oder alt) und den ergriffenen Maßnahmen (mit oder ohne Lockdown, Massentests, Masken etc.). Eine mögliche Erklärung dafür könnte die Verbreitung früherer Coronaviren sein.
  • Der Harvard-Immunologe Michael Mina erklärte, dass das von einigen Medien dramatisierte “Abfallen der Antikörper-Konzentration” nach einer Covid-Erkrankung “völlig normal” und “wie im Lehrbuch” sei. Der Körper stelle die längerfristige Immunität durch T-Zellen und Erinnerungs­zellen im Knochenmark sicher, die bei Bedarf rasch neue Antikörper erzeugen können.

Siehe auch: Immunologische Studien zum neuen Coronavirus

Weitere medizinische Updates

Wuhan: Eine Harvard-Modellierungsstudie im Fachblatt Nature kam zum Ergebnis, dass selbst im Corona-Epizentrum Wuhan bis zu 87% der Infektionen unbemerkt blieben, d.h. symptomlos oder mild verliefen (deutscher Artikel dazu). Damit dürfte die Covid19-Letalität (IFR) auch in Wuhan auf circa 0.1% oder darunter fallen. Die Nature-Studie bestätigt eine japanische Studie im Fachblatt BMC Medicine, die für Wuhan bereits im März eine IFR von 0.12% errechnete.

Die chinesischen Behörden konnten diese vergleichsweise geringe Letalität im Januar und Februar allerdings noch nicht kennen und bauten deshalb kurzfristig zusätzliche Kliniken, die dann allerdings größtenteils ungenutzt blieben. Erst die systematischen Testresultate aus Südkorea und vom Kreuzfahrtschiff Diamond Princess zeigten, dass die Letalität des neuen Coronavirus in der Allgemeinbevölkerung viel geringer ist als zunächst befürchtet.

Italien: Die italienische Gesundheitsbehörde ISS publizierte eine neue Analyse zur Todesursache bei knapp 5000 Corona-Patienten. Demnach sei bei 89% der Todesfälle Covid die direkte Todesursache gewesen. Bei 11% seien andere Erkrankungen wie Herzprobleme, Krebs oder Demenz die primäre Todesursache gewesen. Bei 28% sei Covid die alleinige Todesursache gewesen. Bekannt ist zudem, dass bei circa 4% der Todesfälle keine Vorerkrankungen bestanden.

Zur Covid-Letalität: Die US-Gesundheitsbehörde CDC publizierte im Mai eine vorsichtige “beste Schätzung” der Covid-Letalität (IFR) von 0.26% (unter Annahme von 35% asymptomatischen Infektionen). Im Juli wurde nun ein neuer IFR-Wert von 0.65% publiziert. Dieser neue Wert basiert jedoch nicht auf eigenen Berechnungen oder neuen Studien, sondern auf einer Meta-Studie, in der die bestehende Literatur einfach nach allen bisherigen IFR-Werten durchsucht wurde.

Dadurch besteht die Meta-Studie hauptsächlich aus früheren Modellierungsstudien sowie aus “rohen IFR-Werten”, die im Vergleich zu den tatsächlichen, populationsbasierten IFR-Werten aus Antikörper-Studien viel zu hoch sind. Die wirklichen IFR-Werte liegen mit wenigen Ausnahmen bei 0.1% bis 0.4%, unter Berücksichtigung von mukosaler und zellulärer Immunität bei ca. 0.1% oder darunter.

Das neue Coronavirus verbreitete sich jedoch deutlich schneller als angenommen, was in einigen Regionen zu einer vorübergehend sehr hohen Sterberate führte, insbesondere wenn Pflegeheime oder Krankenhäuser betroffen waren.

Nicht-infektiöse Virenfragmente: Die US-Gesundheitsbehörde CDC macht darauf aufmerksam, dass sich bei den meisten Covid-Erkrankten zehn bis fünfzehn Tage nach den ersten Symptomen keine infektiösen Virenpartikel mehr auffinden lassen. Allerdings lassen sich bis zu drei Monate nach den ersten Symptomen noch nicht-infektiöse Virenfragmente (RNA) auffinden. Dies dürfte mit Blick auf PCR-Tests ein erhebliches Problem darstellen, da viele Menschen, die längst nicht mehr ansteckend sind, immer noch positiv getestet werden und dadurch weitreichende Tracing- und Quarantäne-Fehlalarme ausgelöst werden.

Todesfälle mit oder durch oder ohne Coronaviren: In England und einigen anderen Ländern wurde bekannt, dass alle verstorbenen Personen, die seit Anfang Jahr einmal positiv auf das neue Coronavirus testeten, als Covid-Todesfälle gezählt wurden – unabhängig vom Zeitpunkt des Tests, einer möglichen Genesung, und der wirklichen Todesursache. Im US-Bundesstaat Colorado zeigte sich, dass circa 10% der Todesfälle mit aber nicht an Coronaviren erfolgten. In den USA wurden weitere Fälle von “Corona-Toten” bekannt, bei denen es sich in Wirklichkeit um testpositive Mordopfer und Motorradunfälle handelte.

Kinder und Schulen

Bereits seit März ist bekannt, dass das Erkrankungs- und Übertragungsrisiko bei Kindern im Falle von Covid19 minimal ist. Hauptgrund dafür dürfte eine vorbestehende Immunität sein durch den häufigen Kontakt mit bisherigen Coronaviren (d.h. Erkältungsviren). Für die Schließung von Grundschulen, Kindergärten und Kitas sowie für besondere Schutzmaßnahmen in Schulen gab und gibt es deshalb keinen medizinischen Grund.

Inzwischen wurden einige weitere Aspekte zu diesem Thema bekannt:

  • Der britische Epidemiologe Professor Mark Woolhouse erklärte, es gebe weltweit keinen einzigen bestätigten Fall einer Ansteckung eines Lehrers durch einen Schüler.
  • Tracing-Pionier Island fand “keinen einzigen Fall, in dem ein Kind unter 10 Jahren seine Eltern angesteckt hat.”
  • Der Direktor der US CDC, Robert Redfield, erklärte in einem Vortrag, dass die Anzahl der zusätzlichen Selbstmorde und Drogentoten bei Jugendlichen in den letzten Monaten “weitaus größer” gewesen sei als die Covid-Todesfälle.
  • Ein gemeinsamer Bericht von Schweden (ohne Schließung der Grundschulen) und Finnland (mit Schließung der Grundschulen) kam zum Ergebnis, dass sich die Infektionsraten bei Kindern in den beiden Länder nicht unterschieden.
  • In den USA starben laut der Gesundheitsbehörde CDC seit Jahresbeginn dreimal mehr Kinder bis 14 Jahre an Influenza als an Covid-19 (101 versus 31).
  • Eine kanadische Untersuchung kam zum Ergebnis, dass die meisten der Kinder mit  “Kawasaki-ähnlichen” Entzündungssymptomen gar keine Corona-Infektion hatten. Die medial stark dramatisierte Erkrankung bei Kindern sei “sehr, sehr selten”, so die Forscher.
  • Eine deutsche Studie kam zum Ergebnis, dass Kinder epidemiologisch “wie Bremsklötze” wirken und die Ausbreitung des neuen Coronavirus verlangsamen.
Kritische Expertenstimmen
  • Der deutsche Virologe Hendrik Streeck plädiert für einen pragmatischen Umgang mit dem neuen Coronavirus und gezielte Maßnahmen für Menschen mit hohem Risiko oder schweren Krankheitsverläufen. Das langfristige Unterdrücken des Virus und das Hoffen auf einen möglichen Impfstoff sind laut Streeck keine sinnvollen Strategien.
  • Professor Carl Heneghan, der Direktor des Oxford Centre for Evidence-Based Medicine, erklärt in einem Interview, dass es für die Wirksamkeit von Masken in der Allgemeinbevölkerung weiterhin keine Evidenz gebe. Eine permanente Unterdrückungs-Strategie wie in Neuseeland sei nicht sinnvoll und richte längerfristig hohe Schäden an. Die Letalität (IFR) von Covid-19 liege bei ca. 0.1 bis 0.3% und sei damit vergleichbar mit früheren Grippe-Epidemien und -Pandemien.
  • Der schwedische Chef-Epidemiologe Anders Tegnell erklärt in einem Interview, dass die Ausrottung des Virus keine Option sei. In Schweden hätten sich die Infektionen auch ohne Lockdown stark verlangsamt, die neuen Todesfälle lägen inzwischen nahe bei null. Die Evidenz für den Nutzen von Masken sei immer noch “sehr schwach” und sie könnten sogar kontraproduktiv sein. Eine Einführung zum jetzigen Zeitpunkt mache keinen Sinn. Die Letalität von Covid-19 liege zwischen 0.1% bis 0.5% und unterscheide sicht nicht radikal von einer Influenza. Schweden müsse aufgrund der Bevölkerungsstruktur und Reisetätigkeit epidemiologisch eher mit den Niederlanden verglichen werden als mit Norwegen und Finnland.
  • Der Epidemiologe und Systembiologe Professor Francois Balloux, Direktor des britischen UCL Genetics Institute, erklärt in einem Beitrag, dass Covid-19 mit einer pandemischen (aber nicht saisonalen) Influenza vergleichbar sei. Der Hauptunterschied bestehe in der Alters-Risikoverteilung: Während Covid-19 hauptsächlich für ältere Menschen gefährlich sei, sei eine pandemische Influenza zusätzlich auch für jüngere Menschen und Kinder lebensgefährlich. Professor Balloux weist darauf hin, dass die “russische Grippepandemie” von 1889 womöglich vom Coronavirus OC-43 ausgelöst wurde, das heute als eines der vier typischen Erkältungsviren gelte.
  • Der Schweizer Chefarzt für Infektiologie, Dr. Pietro Vernazza, plädiert für eine “kontrollierte Durchseuchung” der Gesellschaft als Alternative zur “Ausrottungsstrategie”. In den meisten Fällen verlaufe Covid-19 mild, die tatsächliche Sterblichkeit liege bei etwa 0.1% und damit im Bereich einer starken Influenza. Die Schweden hätten mit ihrer Strategie “nichts falsch gemacht”.
  • Der ehemalige Direktor des Instituts für Immunologie der Universität Bern, Professor Beda Stadler, plädiert ebenfalls für eine kontrollierte Durchseuchung der Gesellschaft. Die Gefährlichkeit des Virus sei aufgrund der falschen Annahme einer fehlenden Immunität überschätzt worden. Maskenpflicht und Massentests sieht Professor Stadler kritisch. In einem weiteren Interview erklärt der emeritierte Professor Stadler, dass sich viele jüngere Immunologen aufgrund der extremen Polarisierung der Debatte durch Politik und Medien nicht mehr getrauen, sich öffentlich zum Thema zu äußern.

Andererseits hat Professor Karin Mölling, die ehemalige Leiterin der Virologie an der Universität Zürich und eine der frühesten kritischen Stimmen zu den Corona-Maßnahmen, ihre Meinung inzwischen teilweise geändert: Aufgrund der teilweise ernsthaften Lungenschäden dürfe das Virus nicht unterschätzt werden und seien Maßnahmen zur Eindämmung wichtig.

Zum Krankheitsbild von Covid-19

Die geringere Letalität von Covid-19 sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass das neue Coronavirus aufgrund seiner effizienten Nutzung des menschlichen ACE2-Zellrezeptors in einigen Fällen zu schweren Krankheitsverläufen mit Komplikationen in der Lunge, dem Gefäß- und Nervensystem und weiteren Organen führen kann, die teilweise monatelang nachwirken können.

Es ist zwar richtig, dass die meisten dieser Symptome auch bei schwerer Influenza auftreten können (z.B. Thrombosen, Entzündungen des Herzmuskels, temporärer Verlust des Geruchssinns), aber bei der neuartigen Covid-19-Erkrankung treten sie tatsächlich häufiger und ausgeprägter auf.

Hinzu kommt die Tatsache, dass auch scheinbar “milde” Verläufe (ohne Hospitalisierung) in manchen Fällen zu langwierigen Komplikationen mit Atemproblemen, Müdigkeit oder anderen Symptomen führen können. Die US-Behörde CDC kam zum Ergebnis, dass nach einem Monat noch etwa ein Drittel der scheinbar “milden” Fälle solche Symptome aufweisen. Selbst bei den 18- bis 34-Jährigen ohne Vorerkrankungen waren es noch etwa 20% mit Nachwirkungen.

Immerhin vermeldeten Forscher am Klinikum Stuttgart zuletzt gute Heilungschancen: “Wir können erkennen, dass die Lunge gut heilen kann, auch bei Patienten, die drei Wochen Intensivstation hinter sich haben.” Nach drei Monaten hatten 20% der Intensivpatienten wieder eine gesunde Lunge, bei den restlichen Patienten war eine deutliche Regeneration sichtbar.

Dennoch sollte es oberstes Ziel sein, eine Progression der Erkrankung zu vermeiden.

Zur Behandlung von Covid-19

Hinweis: Patienten wenden sich an einen Arzt.

Viele Länder setzten auf die Strategie, während oder nach einer Infektions­welle einen Lockdown zu verhängen und dadurch bereits infizierte Risikopersonen ohne Behandlung zuhause einzuschließen, bis sie schwere Atemprobleme entwickelten und direkt eine risikoreiche intensivmedizinische Behandlung benötigten. Noch heute werden testpositive Risikopersonen oftmals ohne Behandlung einfach unter Quarantäne gestellt.

Dies ist kein optimaler Ansatz. Zahlreiche Studien und Ärzteberichte haben inzwischen dargelegt, dass bei Personen mit hohem Risiko oder hoher Exposition eine frühzeitige Behandlung unmittelbar bei Auftreten der ersten typischen Symptome entscheidend ist, um eine Progression der Erkrankung und eine Hospitalisierung zu vermeiden.

Studien und Ärzteberichte aus verschiedenen Ländern in Ost und West empfehlen hierfür insbesondere ein Kombinationsprotokoll aus Zink (das die RNA-Replikation von Coronaviren hemmt), dem Malariamittel HCQ (das die zelluläre Aufnahme von Zink fördert und weitere antivirale Eigenschaften besitzt), sowie bei Bedarf einem Antibiotikum (zur Verhinderung von bakteriellen Superinfektionen) und einem Blutverdünner (zur Verhinderung von Thrombosen und Embolien).

Der Yale-Professor und Arzt Harvey A. Risch argumentiert in einem neuen Kommentar, dass sich die Frühbehandlung mit HCQ und Zink sowie einem Antibiotikum als hochwirksam erwiesen habe. Allein in den USA hätten durch den systematischen Einsatz von HCQ laut Professor Risch 70,000 bis 100,000 Todesfälle verhindert werden können. Risch fordert deshalb eine sofortige und rezeptfreie Freigabe dieser Medikation, wie dies in anderen Ländern bereits seit langem der Fall ist.

Um den Einsatz des kostengünstigen HCQ – das seit Jahrzehnten erfolgreich und risikoarm in der Prophylaxe und Behandlung von Malaria und einigen anderen Krankheiten verwendet wird – ist in westlichen Industrieländern indessen ein bizarrer Kampf entbrannt, der vor allem politisch und kommerziell motiviert zu sein scheint und der sehr viele Opfer in Kauf nimmt.

HCQ-Gegner sind dabei selbst vor gefälschten Studien und tödlichen Dosierungen nicht zurückgeschreckt, wie Dr. James Todaro erklärt, der einen dieser Betrugsfälle aufdeckte, auf den führende Fachjournale, die WHO und Gesundheitsexperten weltweit “hereingefallen” sind.

Oftmals gibt es in diesem Zusammenhang Verbindungen zur Pharmafirma Gilead, die ein über einhundert mal teureres Medikament vertreiben möchte (Remdesivir), das jedoch erst bei Intensivpatienten eingesetzt wird und zudem schwere Nebenwirkungen aufweist.

Zudem steht eine potentiell wirkungsvolle Frühbehandlung der milliardenschweren globalen Impfstrategie entgegen, die von zahlreichen Regierungen, Pharmaunternehmen und Impfinvestor Bill Gates verfolgt wird. Direktoren von Impfstoffunternehmen haben bisher allein mit Aktien- und Optionsgewinnen und noch ohne Impfstoff bereits eine Milliarde Dollar verdient.

Die Hoffnung auf einen sicheren und wirkungsvollen Impfstoff erscheint hingegen weiterhin fragwürdig: So reagierten beim RNA-Impfstoff der US-Firma Moderna in der zweiten Testrunde – entgegen der Mediendarstellung – 80% der Probanden (Durchschnittsalter 33 Jahre und gesund) in den mittel- und hoch-dosierten Gruppen mit moderaten bis schweren Nebenwirkungen.

Weiterlesen: Zur Behandlung von Covid-19


Bill Gates zu Impfstoff-Nebenwirkungen (CBS, 23. Juli 2020)

Zur Wirksamkeit von Masken

Verschiedene Länder diskutieren eine teilweise Maskenpflicht in der Allgemeinbevölkerung oder haben diese bereits eingeführt. In den Updates vom Juni und Juli wurde indes dargestellt, dass die Evidenz für die Wirksamkeit von Stoffmasken in der Bevölkerung, entgegen der Darstellung in vielen Medien, weiterhin sehr schwach ist.

Bei früheren Grippe-Pandemien hatten Stoffmasken keinen Einfluss auf das Infektions­geschehen. Das oft genannte Maskenland Japan hatte seine letzte Grippe-Epidemie mit über fünf Millionen Erkrankten erst gerade vor einem Jahr, im Januar und Februar 2019. Auch den Ausbruch der Covid-Pandemie in Wuhan konnten die dort verbreiteten Masken nicht aufhalten.

Aufgrund der deutlich geringeren Hospitalisierungs- und Sterberate von Covid-19 (im Vergleich zu den ursprünglichen Annahmen) ist eine Maskenpflicht nicht unbedingt erforderlich, um “die Kurve abzuflachen”. Eine Maskenpflicht macht – wenn überhaupt – nur im Rahmen einer Impfstrategie Sinn, bei der man das Virus bis zu einem Impfstoff unterdrücken möchte.

Die BBC-Medizinkorrespondentin Deborah Cohen erklärte Mitte Juli, dass die teilweise Anpassung der WHO-Empfehlung bezüglich Masken nicht aufgrund neuer Evidenz erfolgte, sondern aufgrund von “politischem Lobbying”: “We had been told by various sources WHO committee reviewing the evidence had not backed masks but they recommended them due to political lobbying. This point was put to WHO who did not deny.”

Beim “politischen Lobbying” dürfte es sich insbesondere um die Gruppe “Masks for All” handeln, die von einem “Young Leader” des WEF Davos gegründet wurde und die sich bei Behörden und Regierungen für eine weltweite Maskenpflicht einsetzt.

Im Zusammenhang mit Masken stellt sich auch die Frage, ob das neue Coronavirus durch Aerosole weiträumig übertragen werden kann. Eine echte Aerosol-Übertragung auch im Freien erscheint laut Fachleuten weiterhin unwahrscheinlich – die Verbreitung des Virus würde sonst eine andere Dynamik aufweisen und wäre entgegen der Realität oftmals nicht rückverfolgbar.

Doch eine aerosolartige Übertragung in Innenräumen – insbesondere bei einer geschlossenen Luftumwälzung durch Ventilatoren oder bei intensiven Aktivitäten wie Singen und Tanzen – erscheint aufgrund verschiedener Vorfälle zunehmend wahrscheinlich bzw. gesichert.

Bei einer Übertragung durch Aerosole dürften Stoffmasken aufgrund ihrer Porengröße und ungenauen Passform allerdings noch weniger Schutz bieten als bei Tröpfchen. Dies zeigte sich beispielsweise beim Corona-Ausbruch beim deutschen Fleischverarbeiter Tönnies, der am klimatisierten Arbeitsplatz trotz Maskenpflicht über bis zu acht Meter Distanz erfolgte.

Zur Frage der “asymptomatischen Übertragung” lässt sich derzeit sagen, dass eine echte asymptomatische Übertragung laut WHO weiterhin selten zu sein scheint (was unter anderem die sehr geringe Übertragbarkeit bei Kindern erklären dürfte), während jedoch eine prä-symptomatische Übertragung in den Tagen vor den ersten Symptomen (mit bereits hoher Viruslast) sehr wahrscheinlich ist und die rasche Verbreitung des Virus erklären dürfte.

Die prä-symptomatische Übertragung ist auch von der Influenza bekannt, allerdings ist dort die Inkubationszeit wesentlich kürzer, sodass dies etwas weniger relevant sein dürfte.

Es folgen einige aktuelle Fachkommentare und Artikel, die sich kritisch mit der Wirksamkeit von Stoffmasken in der Allgemeinbevölkerung befassen.

Der schwedische Chefepidemiologe Anders Tegnell erklärte zuletzt, die Einführung von Masken zum jetzigen Zeitpunkt wäre angesicht der in Schweden rasch sinkenden Fallzahlen selbst im öffentlichen Verkehr “sinnlos”. Die niederländische Regierung erklärte, sie werde das allgemeine Tragen von Masken nicht empfehlen, da die wissenschaftliche Evidenz dafür schwach sei.

Masken sind im Übrigen durchaus nicht harmlos, wie die folgenden Aspekte zeigen:

  • Die WHO warnt vor diversen “Nebenwirkungen” wie Atembeschwerden und Hautausschlägen.
  • Das Universitätsklinikum Leipzig kam bei Tests zum Ergebnis, dass Schutzmasken die Belastbarkeit und Leistungsfähigkeit gesunder Personen deutlich verringert.
  • Eine deutsche psychologische Studie mit rund 1000 Teilnehmern fand teilweise “schwere psychosoziale Folgen” durch die eingeführte Maskenpflicht in Deutschland.
  • Das Hamburger Umweltinstitut warnte vor dem Einatmen von Chlorverbindungen in Polyester-Masken sowie vor Problemen im Zusammenhang mit der Entsorgung.
  • Das europäische Schnellwarnsystem RAPEX rief bereits 70 Maskenmodelle zurück, da sie nicht den EU-Qualitätsstandards entsprachen und zu “schwerwiegenden Risiken” führen können.
  • In China starben zwei Buben, die beim Sportunterricht eine Maske tragen mussten.
  • In den USA wurde ein Autofahrer mit einer N95-Maske (FFP2) ohnmächtig und verunfallte.

Fazit: Es ist weiterhin möglich, dass Stoffmasken in der Allgemeinbevölkerung das Infektions­geschehen verlangsamen können, aber die Evidenz dafür ist bisher gering und der mögliche Nutzen hauptsächlich im Rahmen einer langfristigen und unsicheren Impfstrategie relevant.

Mehr dazu: Are face masks effective? The evidence.

Ist Covid-19 eine reine “Test-Epidemie”? Gewiss nicht.

Einige besonders skeptische Beobachter scheinen Covid-19 weiterhin vorwiegend als eine “Test-Epidemie” zu sehen. Diese Position ist jedoch schon seit Monaten nicht mehr haltbar.

Die bekannteste “Test-Epidemie” ist die sogenannte Schweinegrippe von 2009/2010. Es handelte sich um ein eher mildes Grippevirus, das lediglich aufgrund von Massentests und medialer Panik für weltweite Aufregung sorgte. Eine Kommission des Europarates bezeichnete die Schweinegrippe später als eine “Fake-Pandemie” und einen Pharma-Betrug.

Brisant war damals, dass die WHO wenige Monate zuvor ihre Pandemie-Richtlinien änderte und das Kriterium der erhöhten Letalität entfernte. Pharmafirmen schlossen zudem milliarden­schwere Geheimverträge mit Regierungen für einen Impfstoff, der später zu teilweise gravierenden neurologischen Schäden führte und am Ende größtenteils entsorgt werden musste.

Schließlich stellten Forscher fest, dass das Schweinegrippe-Virus vermutlich selbst aus der Impfstoff-Forschung stammte und durch ein Leck (oder Schlimmeres) freigesetzt wurde.

Das neue Coronavirus ist aufgrund seiner besonderen Eigenschaften – insbesondere der sehr effizienten Nutzung des ACE2-Zellrezeptors – hingegen ein gefährliches und leicht übertragbares SARS-Virus, das in der Lunge, den Blutgefäßen und anderen Organen schwere Schäden anrichten kann. Das große Glück ist, dass viele Menschen bereits über eine gewisse Immunität gegen das neue Virus verfügen oder es bereits auf der Schleimhaut abwehren können.

Covid-19 ist deshalb eine echte und ernsthafte Pandemie und am ehesten vergleichbar mit den (noch stärkeren) Grippe-Pandemien von 1957/58 (Asiatische Grippe) und 1968 bis 1970 (Hong Kong Grippe). Der Vergleich mit der Schweinegrippe von 2009 ist nur deshalb möglich, weil die Todesfälle durch die Schweinegrippe damals und bis heute stark übertrieben wurden.

(Andererseits sei daran erinnert, dass während der Grippepandemie von 1968/1970 – bzw. im Sommer zwischen den beiden Hauptwellen – das bekannte Woodstock-Festival stattfand und das gesellschaftliche Leben im Allgemeinen normal weiterlief.)

Allerdings kann man argumentieren, dass auf die echte Covid19-Pandemie durch die Massentests in der Allgemeinbevölkerung zusätzlich noch eine “Test-Pandemie” aufgesetzt wurde, die eine unnötige Panik und sehr hohe Kosten verursacht.

Stanford-Professor Scott Atlas argumentierte bereits im Mai, dass die Massentests in der Allgemeinbevölkerung wenig bringen und die Tests stattdessen auf bedrohte Einrichtungen wie Pflegeheime und Krankenhäuser (auch für Besucher) beschränkt werden sollten.

Die tägliche Testerei ist auch deshalb nicht zielführend, weil das Virus laut Antikörperstudien ohnehin bereits viel weiter verbreitet ist als durch PCR-Tests sichtbar wird und die Tests anfällig für falsch-positive (und falsch-negative) Resultate sowie nicht-infektiöse Virenfragmente sind.

Eine einfachere Empfehlung ist es, bei Krankheitssymptomen zuhause zu bleiben und bei bestehenden Risiken mit einer ärztlich verordneten frühzeitigen Behandlung zu beginnen.

Länder wie Japan, Schweden und Weißrussland haben gezeigt, dass sich die Pandemie auch ohne Lockdown und ohne Massentests – und im Falle Schwedens und Weißrusslands auch ohne Masken – kontrollieren lässt, sofern die sensiblen Einrichtungen geschützt werden.

Fazit: Bei Covid-19 handelt es sich um eine echte und ernsthafte Pandemie vergleichbar mit den (noch stärkeren) Grippepandemien von 1957 und 1968. Zur echten Covid19-Pandemie kommt jedoch noch eine “Test-Pandemie” hinzu, die zu unnötiger Panik und hohen Kosten führt.

Covid-19: Echte Pandemie und Test-Pandemie
Zum Ursprung des neuen Coronavirus

Der Ursprung des neuen SARS-Coronavirus ist weiterhin unklar. Allerdings konnten Rechercheure mit Zugang zu chinesischen Dokumenten im Mai nachweisen, dass das am nächsten verwandte Coronavirus aus einer Bergbau-Mine in Südwest-China stammte, in der 2012 sechs Minenarbeiter an einer Covid-ähnlichen Lungenentzündung erkrankten und drei von ihnen starben.

Die Erkrankung der Minenarbeiter war mit dem heutigen (schweren) Covid-19 klinisch sozusagen identisch, weshalb einige Analysten inzwischen statt von Covid-19 von Covid-12 sprechen.

Das Virologische Institut in Wuhan erhielt 2012 und 2013 Virenproben sowohl aus der Mine als auch aus dem Gewebe der verstorbenen Minenarbeiter. Es ist denkbar, dass diese im Herbst 2019 aus dem Labor entwichen.

Neben dem chinesischen Institut arbeiteten jedoch auch die amerikanische Gesundheits­behörde CDC und das amerikanische Militär nachweislich mit SARS-artigen Viren aus Fledermäusen. Die US-NGO “Eco Health Alliance” kooperierte zu diesem Thema sowohl mit dem Pentagon als auch mit dem Virologischen Institut in Wuhan.

Eine direkte Übertragung durch ein Tier ist ebenfalls weiterhin denkbar, obschon die bisherigen Kandidaten wie der bekannte Tiermarkt in Wuhan oder die Pangolin-Theorie von Fachleuten inzwischen ausgeschlossen wurden.

Weiterlesen: Ursprung des Covid-19-Virus: Die Mojiang-Minenarbeiter-Hypothese

B. Länder und Regionen
USA

Die USA gehören zu den bisher am stärksten vom neuen Coronavirus betroffenen Länder. Dies könnte politische und medizinische Gründe haben.

Medizinisch bestehen in den USA viele relevante Vorerkrankungen wie Fettleibigkeit, Herzprobleme und Diabetes. Klimaanlagen könnten eine aerosolartige Übertragung in Innenräumen begünstigen. Politisch kam es zu gravierenden Fehlern im Umgang mit Pflegeheimen, zu Fehlanreizen bei der Behandlung von Patienten, und zu einem problematischen Hin-und-Her mit Lockdowns.

  • Die USA zählen bereits über 150,000 Corona-Todesfälle und befinden sich damit im Bereich einer pandemischen Influenza, vergleichbar mit den Pandemien von 1957 und 1968.
  • 45% der Corona-Todesfälle erfolgten in Pflegeheimen. Über 50% aller Todesfälle erfolgten in jenen sechs Bundesstaaten, die Covid-Patienten aktiv in Pflegeheimen unterbrachten.
  • Für Personen im Schul- und Arbeitsalter (bis 65) ist die Corona-Sterblichkeit laut CDC vergleichbar mit der Sterblichkeit durch andere Lungenentzündungen (z.B. durch Influenza). Für Kinder und Jugendliche ist Covid dreimal weniger gefährlich als Influenza.
  • Eine landesweite Antikörperstudie ergab, dass das neue Coronavirus je nach Region 6 bis 24 mal weiter verbreitet ist als aufgrund von PCR-Tests vermutet. Die Antikörperwerte liegen allerdings in den meisten Regionen noch im einstelligen Prozentbereich, was auf eine Verbreitung des Coronavirus von weniger als 50% hindeutet.
  • Während die Anzahl der täglichen positiven Tests aufgrund der hohen Anzahl an Tests Mitte Juli einen Höchststand erreichte, lag die Anzahl der täglichen Todesfälle nur noch halb so hoch wie im April, zuletzt allerdings wieder mit leicht steigender Tendenz (siehe Grafik unten).
  • In Florida wurde von zeitweise angeblich sehr hohen Positivraten berichtet. Eine Analyse zeigte jedoch, dass verschiedene Labore nur noch die Anzahl positiver Tests und damit eine scheinbare Positivenrate von 100% meldeten. Die tatsächliche Positivenrate lag in Florida zumeist im einstelligen Prozentbereich. Bei den Todesfällen pro Einwohner liegt Florida im Vergleich mit den anderen Bundesstaaten weiterhin im unteren Mittelfeld.
  • Das Median-Alter der Covid-Todesfälle liegt in den USA bei 78.5 Jahren. Das ist höher als das Median-Alter der übrigen Todesfälle, aber tiefer als das Median-Alter der Covid-Todesfälle in Europa (typischerweise 80 bis 86 Jahre).
  • Yale-Professor und Epidemiologe Harvey A. Risch forderte zuletzt eine umgehende rezeptfreie Abgabe von HCQ zur Frühbehandlung von Covid-Erkrankungen.
  • Eine Ärztegruppe namens “America’s Frontline Doctors” hielt eine Pressekonferenz mit demselben Ziel. Das Video der Pressekonferenz wurde innerhalb eines Tages von 20 Millionen Menschen gesehen, bevor es von Facebook & Co. als “Desinformation” gelöscht wurde.

 

Großbritannien
  • In England und Wales kam es bisher zu ca. 50,000 “Corona-Todesfällen”. Die Gesamtsterblichkeit liegt damit um circa 10,000 Todesfälle unter der starken Grippewelle von 1999/2000.
  • Bei den unter 45-Jährigen kam es bisher zu keiner Übersterblichkeit im Vergleich mit den letzten fünf Jahren.
  • Die kumulierten Corona-Todesfälle seit März entsprechen ziemlich genau den kumulierten Influenza- und Pneumonie-Todesfällen seit Winterbeginn im Dezember 2019.
  • Seit Mitte Juni befinden sich England und Wales in einer relativen Untersterblichkeit und die täglichen Corona-Todesfälle liegen seither unter den täglichen Influenza- und Pneumonie-Todesfällen.
  • Mitte April seien bereits 45% der NHS-Pflegemitarbeiter mit Corona infiziert gewesen. Ein erheblicher Teil der Patienten könnte sich im Krankenhaus mit Corona angesteckt haben. Zudem wurden auch in England Corona-Patienten in Pflegeheime verlegt, was zu zusätzlichen Todesfällen führte.
England: Todesfälle 2020 versus 2000 (InProportion)
Frankreich

Frankreich ist von der Corona-Pandemie relativ stark betroffen und registrierte bis Ende Mai laut der Gesundheitsbehörde SPF circa 30,000 Corona-Todesfälle. Rund 50% dieser Todesfälle ereigneten sich in Pflegeheimen, das Durchschnittsalter der Todesfälle liegt bei 81.3 Jahren. Das Medianalter der Intensivpatienten lag bei circa 67 Jahren.

Besonders stark betroffen waren die Region um Paris, Ostfrankreich und Nordfrankreich, während weite Teile Westfrankreichs und Südwest-Frankreichs bisher kaum betroffen waren.

Obschon also erst ein Teil Frankreichs von Covid betroffen war, liegt die kumulierte Übersterblichkeit seit Jahresbeginn (im Vergleich zum Basiswert) rund 50% höher als während der saisonalen Grippewellen der vergangen fünf Jahre. Im Großraum Paris liegt die Übersterblichkeit sogar rund 500% bzw. 10,000 Personen höher als in den vergangenen Jahren (siehe Grafiken).

Die Covid-Todesfälle machten landesweit rund 16% aller Todesfälle aus, im Großraum Paris waren es jedoch knapp 40% aller Todesfälle von Anfang März bis Ende Mai. Die wöchentliche Spitzenmortalität durch Covid-19 ist vergleichbar mit dem Hitzesommer von 2003 (siehe Grafik unten).

Der bekannte Medizinprofessor und HCQ-Pionier Didier Raoult aus Marseille kritisierte bei einer parlamentarischen Anhörung Ende Juni die fehlende Frühbehandlung und das Verbot von HCQ. Bis 2019 sei HCQ in Frankreich rezeptfrei erhältlich gewesen. Im Rahmen der Pandemie sei die Verwendung jedoch auf Kliniken eingeschränkt und schließlich ganz verboten worden. Der Anlass für das Verbot war die gefälschte Lancet-Studie von Ende Mai (die später zurückgezogen wurde).

In seiner Klinik hatte Prof. Raoult die Case Fatality Rate durch eine Frühbehandlung mit HCQ laut einer publizierten retrospektiven Analyse auf sehr tiefe 0.9% senken können.

Grafiken und Bericht: Santé Public France

Deutschland

Deutschland zählt bisher nur circa 9000 Corona-Todesfälle und erlebte bisher keine wesentliche Übersterblichkeit (bevölkerungsangepasst sogar eine leichte Untersterblichkeit).

Ende Juni hatten unter Blutspendern jedoch lediglich 1.3% IgG-Antikörper gegen das neue Coronavirus. Dieser Wert ist sehr gering. Selbst wenn man Nicht-Blutspender (inklusive Kinder und erkrankte Personen), T-Zellen und mukosale (IgA) Immunität berücksichtigt, dürfte sich eine Exposition der Bevölkerung von kaum mehr als 10% bis 15% ergeben.

Dies bedeutet, dass sich das neue Coronavirus in Deutschland noch nicht stark verbreitet hat. Die Maßnahmen oder – wahrscheinlicher – die Antizipation der Maßnahmen durch die Bevölkerung scheinen in diesem Sinne also erfolgreich gewesen zu sein (siehe Grafik unten).

Andererseits bedeutet dies, dass Deutschland epidemiologisch im Wesentlichen noch dort steht, wo es im April war, und dass das Risiko für eine neuen und stärkeren Anstieg der Infektionen und Erkrankungen sehr real ist. Der Vergleich mit Frankreich zeigt, was das bedeuten kann.

Die deutsche Regierung scheint derzeit auf eine Suppressions- und Impfstoff-Strategie zu setzen. Diese Strategie ist gesellschaftlich und ökonomisch aufwändig und ihr Erfolg bleibt ungewiss. Alternativ oder ergänzend könnte ein Frühbehandlungskonzept geprüft werden.

Die politische Corona-Situation in Deutschland bleibt angespannt. Wiederholt kam es zu Sanktionen gegen Corona-kritische Ärzte, Professoren, Juristen und Beamte sowie zu teilweise gravierenden Übergriffen auf Corona-kritische Journalisten und Aktivisten.

Seit Juli befasst sich ein Außer­parlamen­tarischer Untersuchungs­­ausschuss bestehend aus Anwälten und medizinischen Fachleuten mit der deutschen Corona-Regierungspolitik. Dabei sollte indes nicht vergessen werden, dass die Corona-Pandemie in Deutschland angesichts von nur 1.3% IgG-Antikörpern gegen das Virus vermutlich noch keineswegs vorbei ist.

Deutschland: Covid-Intensivpatienten und Todesfälle sowie Maßnahmen und Ereignisse (Quelle: CIDM)
Schweiz
  • Die Schweizer Jahresübersterblichkeit tendiert derzeit gegen null (siehe Grafik) und liegt damit unter den meisten Grippewellen der letzten zehn Jahre. Grund dafür ist der milde Winter und das sehr hohe Medianalter der rund 1700 Corona-Todesfälle (84 Jahre). Ca. 50% der Todesfälle ereigneten sich in Pflegeheimen. Die Wirkung des Lockdowns bleibt fraglich.
  • In den ehemaligen Hotspots Tessin und Genf lagen die IgG-Antikörper-Werte im Mai bei circa 10% und damit rund zehnmal höher als durch die täglichen PCR-Tests vermutet. Unter Berücksichtigung von mukosaler und zellulärer Immunität könnte die Exposition in der Südschweiz und Westschweiz bereits bei circa 50% liegen. In der Deutschschweiz dürfte die Exposition hingegen geringer sein. Das Risiko einer “zweiten Welle” ist deshalb real.
  • Das Kantonsspital Aargau publizierte die Daten zu den 99 bisher behandelten Covid-Patienten. Rund einer Drittel der hospitalisierten Patienten zeigte schwere Verläufe, 18 Patienten verstarben (CFR von 18%). Insgesamt 30 Patienten waren unter 60 Jahre alt, davon 7 ohne Vorerkrankung, davon waren 3 auf der Intensivstation (keine Todesfälle).
  • Die Schweizer Regierung setzt grundsätzlich auf eine Suppressions- und Impfstoff-Strategie, die sie durch weitere Maßnahmen wie Massentests, Kontaktverfolgung und eine teilweise Maskenpflicht ergänzt. Als Alternative brachte Infektiologe Dr. Pietro Vernazza eine kontrollierte Durchseuchung mit Schutz der Risikogruppen nach schwedischem Vorbild ins Gespräch.
  • Die Schweiz verfügt weiterhin über keine Frühbehandlungsstrategie und riskiert dadurch eine unnötig hohe Hospitalisierungs- und Sterberate.
  • Schweden und Weißrussland, die beide ohne Lockdown und ohne Maskenpflicht durch die Corona-Pandemie kamen, stehen seit Mitte Juli nicht mehr auf der BAG-Liste der “Risikoländer”. Schweden hatte zuvor die Schweiz auf die eigene Risikoliste gesetzt. Tatsächlich entstand der Anstieg der schwedischen “Fälle” durch einen Anstieg der Tests.
  • Gegen die Corona-Tracing-App “SwissCovid” wurde ein Referendum gestartet. Die Initianten machen datenschutzrechtliche und sicherheitstechnische Bedenken geltend. Zuvor veröffentlichte der westschweizer Professor Serge Vaudenay eine kritische Analyse zur App: Diese sei nicht so transparent wie behauptet. Die Kontrolle liege bei Google und Apple.
  • Auch gegen das “Covid-19-Gesetz”, das das Corona-Notrecht bis Ende 2022 verlängert, ist ein Referendum in Vorbereitung. Zudem wurde eine Petition gestartet, die eine außer­parla­mentarische Untersuchungs­kommission zu den Corona-Maßnahmen fordert.
  • Für Aufsehen sorgte zudem eine Flyer-Aktion gegen die Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr. Der BAG-Direktor bezeichnete die Argumente der Kritiker etwas vorschnell als “Fake News”.
  • InsideCorona: Covid-19-Taskforce: Beispiellose Desinformation
  • Infosperber: Die Covid-19-Task Force übertrieb den Nutzen der Masken massiv
  • Für weitere aktuelle und kritische Corona-Analysen siehe corona-transition.org
Schweiz: Kumulative Todesfälle versus Erwartungswert (2010-2020)
Schweden
  • In Schweden liegen die täglichen Corona-Todesfälle inzwischen nahe bei null. Die Gesamtsterblichkeit liegt im Bereich früherer starker Grippewellen. Selbst die monatliche Spitzensterblichkeit (im April 2020) blieb unter den starken Grippewellen der 1990er Jahre.
  • Das Beispiel Schwedens (sowie Weißrusslands) zeigt, dass ein Lockdown bei guter Vorbereitung der Bevölkerung nicht erforderlich war. Aus Sicht vieler Lockdown-Befürworter – Regierungen und Medien – ist dies allerdings sehr schwierig einzugestehen.
  • Schweden hat als eines der wenigen westlichen Länder auf Basis der medizinischen Evidenz die Grundschulen nicht geschlossen. Auch diese Entscheidung war richtig.
  • Schweden machte zwei wirkliche Fehler, die von den meisten Medien ironischerweise nicht thematisiert werden: 1) Die Pflegeheime in der Region Stockholm wurden zu spät geschützt und verursachten über 50% der schwedischen Todesfälle. 2) Schweden hatte keine Früh­behand­lungs­strategie, mit der die Hospitalisierungs- und Sterberate hätte gesenkt werden können.
  • Schwedische Städte zeigten im Juli eine IgG-Antikörper-Prävalenz zwischen 10% und 20%, was zusammen mit mukosaler und zellulärer Immunität auf eine Exposition der Bevölkerung zwischen 50% und 100% hindeutet. Schweden dürfte damit von allen westlichen Ländern vermutlich die beste Ausgangslage für den kommenden Winter haben.

Die folgenden Grafiken vergleichen die Todesfälle in Schweden mit England und New York.

Grafiken: Paul Yowell

Indien

Indien, das auf Frühbehandlung und sogar Prophylaxe mit dem Malariamittel HCQ setzt, zählt bisher bei 1.3 Milliarden Einwohnern offiziell lediglich circa 35,000 Corona-Todesfälle.

Eine indische Antikörperstudie kam zum Ergebnis, dass rund 23% der 20 Millionen Bewohner der indischen Hauptstadt Delhi bereits über Antikörper gegen das neue Coronavirus verfügen. Dies sind rund 35 mal mehr Personen als durch PCR-Tests bestätigt.

Damit könnte sich Delhi (und einige andere Städte), unter Berücksichtigung von mukosaler und zellulärer Immunität, bereits im Bereich oder in der Nähe der Herdenimmunität befinden.

Lateinamerika

Brasilien liegt derzeit mit 90,000 Todesfällen auf die Bevölkerung bezogen zwischen den Niederlanden und Frankreich. Inzwischen hat Brasilien ein Frühbehandlungskonzept mit Zink und HCQ eingeführt.

Eine noch höhere Todesrate (bezogen auf die Bevölkerung) weisen derzeit Chile und Peru auf. Peru liegt mit knapp 20,000 Todesfällen im Bereich von Italien und Spanien.

C. Weitere Meldungen
  • Die US-Wirtschaft schrumpfte im 2. Quartal um annualisierte 32.9%, der höchste Wert seit 1947. Der zweithöchste Rückgang war 1958 mit 10% – im Zuge der Asiatischen Grippepandemie.
  • In den USA könnten aufgrund der Corona-Lockdowns bis zu 28 Millionen Menschen ihr Heim verlieren und obdachlos werden, was eine neue Hypothekenkrise auslösen könnte.
  • Die deutsche Wirtschaft schrumpfte im zweiten Quartal um 10.1% im Vergleich zum Vorjahresquartal – der größte Rückgang seit 1970.
  • Laut UNO könnten die Corona-Lockdowns und die globale Wirtschaftsdepression bis Ende Jahr welweit bis zu 225 Millionen Menschen in eine Hungersnot stürzen.
  • Die EU-Kommission fordert oder plant die “Vernetzung” der nationalen Corona-Apps.
  • Die NGO Privacy International warnt derweil  vor einem “drohenden Desaster” durch Immunitätspässe und digitale Identitätskarten.
  • In Turkmenistan verbot die autoritäre Regierung laut “Reporter ohne Grenzen” offenbar die Benutzung des Wortes “Coronavirus”. Corona-Todesfälle gebe es dort, folglich, offiziell auch keine. Wer eine Maske trägt, werde von der Polizei festgenommen.

Juli 2020

Zur Entwicklung der Pandemie

In den meisten westlichen Ländern war der Höhepunkt der Coronavirus-Infektionen bereits im März oder April und oftmals noch vor dem Lockdown erreicht. Der Höhepunkt der Todesfälle lag in den meisten westlichen Ländern im April. Seither gehen die Hospitalisierungen und Todesfälle in den meisten westlichen Ländern wieder zurück (siehe Grafiken unten).

Diese Entwicklung gilt auch für Länder ohne Lockdown, wie z.B. Schweden, Weißrussland und Japan. Die kumulierte Jahressterblichkeit liegt in den meisten westlichen Ländern weiterhin im Bereich einer milden (z.B. CH, AT, DE) bis starken (z.B. USA, UK) Grippewelle.

Nach dem Ende des Lockdowns wurde die Anzahl der Corona-Tests in der risikoschwachen Allgemeinbevölkerung in vielen Ländern stark erhöht, beispielsweise im Zusammenhang mit der Rückkehr der Menschen an die Arbeitsplätze und in die Schulen.

Dies führte in einigen Ländern oder Regionen zu einem gewissen Anstieg der positiven Testresultate, was von vielen Medien und Behörden als ein gefährlicher Anstieg der “Fallzahlen” dargestellt wurde und teilweise zu neuen Restriktionen führte, selbst wenn die Positivenrate sehr tief blieb.

Die “Fallzahlen” sind indes eine irreführende Größe und nicht mit Erkrankten oder Infizierten gleichzusetzen. Bei einem positiven Test kann es sich etwa um nicht-infektiöse Virenfragmente, Mehrfachtests, eine asymptomatische Infektion, oder um ein falsch-positives Resultat handeln.

Das Zählen von angeblichen “Fallzahlen” ist auch deshalb nicht zielführend, da Anti­körper­studien und immunologische Untersuchungen ohnehin längst gezeigt haben, dass das Coronavirus bis zu fünfzigmal weiter verbreitet ist als aufgrund der täglichen PCR-Tests angenommen wird.

Entscheidend sind vielmehr die Erkrankungen, die Hospitalisierungen, und die Todesfälle. Bei den Hospitalisierungen ist zu beachten, dass viele Kliniken inzwischen wieder im Normalbetrieb sind und alle Patienten, auch die asymptomatischen, zusätzlich auf Coronaviren testen. Entscheidend ist deshalb auch hier die Anzahl der tatsächlichen Covid-Patienten.

Im Falle Schwedens musste die WHO z.B. die Einstufung als “Risikoland” zurücknehmen, nachdem klar wurde, dass die scheinbare Zunahme der “Fälle” auf einer Zunahme der Tests beruhte. Tatsächlich sind die Hospitalisierungen und Todesfälle in Schweden seit April rückläufig.

Mehrere Länder befinden sich seit Mai sogar in einer relativen Untersterblichkeit. Der Grund dafür ist, dass das Medianalter der Corona-Todesfälle oftmals über der durchschnittlichen Lebenserwartung lag. Bis zu 80% der Todesfälle ereigneten sich in Pflegeeinrichtungen.

In Ländern und Regionen, in denen die Ausbreitung des Coronavirus bisher stark reduziert wurde, ist es dennoch absolut möglich, dass es zu einem erneuten Anstieg an Erkrankungen kommt. In diesen Fällen ist eine frühzeitige und wirkungsvolle Behandlung wichtig (siehe unten).

Die globale Covid-19-Mortalität liegt derzeit – trotz der heute deutlich älteren Bevölkerung – eine ganze Größen­ordnung unter den Grippepandemien von 1957 (asiatische Grippe) und 1968 (Hongkong-Grippe) und im Bereich der eher milden “Schweinegrippe-Pandemie” von 2009.

Die folgenden Grafiken illustrieren die Diskrepanz zwischen “Fällen” und Todesfällen:
Die folgenden Grafiken vergleichen Covid-19 mit früheren Grippewellen (mehr):
Die folgende Grafik vergleicht Schweden (kein Lockdown) mit New York State:
Todesfälle in Schweden versus New York State (FEE/Paul Yowell)
Die folgende Grafik vergleicht Covid-19 mit früheren Pandemien:
Global Covid mortality compared to earlier pandemics (DB Research)
Zur Letalität von Covid-19

Die meisten Antikörperstudien ergaben eine bevölkerungsbasierte Infection Fatality Rate (IFR) zwischen 0.1% und 0.3%. Die US-Gesundheitsbehörde CDC publizierte im Mai eine immer noch vorsichtige “beste Schätzung” von 0.26% (basierend auf 35% asymptomatischen Fällen).

Ende Mai erschien indes eine immunologische Studie der Universität Zürich, die erstmals nachwies, dass die üblichen Antikörper-Tests, die Antikörper im Blut messen (IgG und IgM), höchstens ca. ein Fünftel aller Coronavirus-Infektionen erkennen können.

Der Grund dafür ist, dass das neue Coronavirus bei den meisten Menschen bereits durch Antikörper auf der Schleimhaut (IgA) oder durch eine zelluläre Immunität (T-Zellen) neutralisiert wird und sich dabei keine oder nur milde Symptome ausbilden.

Dies bedeutet, dass das neue Coronavirus vermutlich viel weiter verbreitet ist als bisher angenommen und die Letalität pro Infektion rund fünfmal niedriger liegt als bisher vermutet. Die wirkliche Letalität könnte somit deutlich unter 0.1% und damit im Bereich der Influenza liegen.

Die Schweizer Studie dürfte zugleich erklären, warum Kinder im Normalfall gar nicht oder nur mild am neuen Coronavirus erkranken (aufgrund des häufigen Kontakts mit bisherigen Corona-Erkältungsviren), und warum selbst Hotspots wie New York City eine Antikörper-Verbreitung (IgG/IgM) von höchstens 20% fanden – denn dies entspricht bereits der Herdenimmunität.

Die Schweizer Studie wurde inzwischen von weiteren Studien bestätigt:

  1. Eine schwedische Studie ergab, dass Personen mit milder oder asymptomatischer Erkrankung das Virus oftmals mit T-Zellen neutralisieren, ohne Antikörper ausbilden zu müssen. Die T-Zellen-Immunität war etwa doppelt so häufig wie die Antikörper-Immunität.
  2. Eine umfangreiche spanische Studie ergab, dass weniger als 20% der  symptomatischen Personen und ca. 2% der getesteten asymptomatischen Personen IgG-Antikörper hatten.
  3. Eine deutsche Studie (Preprint) ergab, dass 81% der Personen, die noch keinen Kontakt mit dem neuen Coronavirus hatten, bereits über kreuzreaktive T-Zellen und damit über eine gewisse Hintergrundimmunität verfügen. Der Grund dafür dürfte der Kontakt mit bisherigen Coronaviren (Erkältungsviren) sein.
  4. Eine chinesische Studie im Fachmagazin Nature ergab, dass bei 40% der asymptomatischen Personen und bei 12.9% der symptomatischen Personen nach der Erholungsphase keine IgG-Antikörper mehr nachweisbar sind.
  5. Eine weitere chinesische Studie mit knapp 25,000 Klinikmitarbeitern in Wuhan ergab, dass höchstens ein Fünftel der vermutlich infizierten Mitarbeiter IgG-Antikörper aufwiesen.
  6. Eine kleine französische Studie (Preprint) ergab, dass sechs Familienmitglieder von Covid-Patienten eine T-Zellen-Immunität ohne Antikörper entwickelten.

Video-Interview: Swedish Doctor: T-cell immunity and the truth about Covid-19 in Sweden

In diesem Zusammenhang kam eine US-Studie im Fachjournal Science Translational Medicine anhand verschiedener Indikatoren zum Ergebnis, dass die Letalität von Covid-19 weit tiefer liegt als ursprünglich angenommen, seine Ausbreitung in einigen Hotspots aber bis zu 80-mal schneller erfolgte als vermutet, was den raschen Anstieg an Erkrankungen erklären würde.

Eine Untersuchung im österreichischen Skiort Ischgl, einem der ersten europäischen “Corona-Hotspots”, fand Antikörper bei 42% der Bevölkerung. 85% der Infektionen blieben “unbemerkt” (d.h. sehr mild), ca. 50% der Infektionen verliefen ganz ohne (spürbare) Symptome.

Der hohe Antikörperwert von 42% in Ischgl ergab sich, weil in Ischgl auch auf IgA-Antikörper im Blut getestet wurde (statt nur auf IgM/IgG), und dies relativ zeitnah bereits im April. Wäre zusätzlich auf mukosale IgA und auf T-Zellen getestet worden, hätte sich zweifellos eine nochmals deutlich höhere Immunität im Bereich der Herdenimmunität ergeben.

In Ischgl kam es zu zwei Corona-Todesfällen (beides vorerkrankte Männer über 80 Jahren), was einer rohen IFR von 0.26% entspricht. Angepasst an die Gesamtbevölkerung und die tatsächliche Immunität dürfte die Covid-Letalität auch in Ischgl bei unter 0.1% liegen.

Aufgrund der eher geringen Letalität fällt Covid-19 höchstens in die Stufe 2 des von den US-Gesundheitsbehörden entwickelten fünfstufigen Pandemie-Plans. Für diese Stufe ist lediglich die “freiwillige Isolierung kranker Personen” als Hauptmaßnahme vorgesehen. Weitergehende Maßnahmen wie Mundschutzpflicht, Schulschließungen, Abstandsregeln, Kontaktverfolgung, Impfungen und Lockdowns ganzer Gesellschaften sind hingegen nicht angezeigt.

Die neuen immunologischen Resultate bedeuten zudem, dass “Immunitätsausweise” und Massenimpfungen nicht funktionieren können und mithin keine sinnvollen Strategien sind.

Einige Medien sprechen weiterhin von angeblich viel höheren Covid-Letalitätswerten. Diese Medien beziehen sich jedoch auf veraltete Simulationsmodelle, verwechseln Mortalität und Letalität, oder CFR und IFR, oder “rohe IFR” und bevölkerungsbasierte IFR. Mehr zu diesen Fehlern hier.

Im Juli wurde von einer angeblichen Antikörper-Verbreitung von “bis zu 70%” in einigen Stadtteilen New Yorks berichtet. Dabei handelt es sich jedoch nicht um einen bevölkerungs­basierten Wert, sondern um Antikörper bei Menschen, die eine Notfallstation aufgesucht hatten.

Die folgende Grafik zeigt die tatsächliche Entwicklung der Corona-Todesfälle in Schweden (kein Lockdown, keine Maskenpflicht) im Vergleich mit den Prognosen des Imperial College London (orange: keine Maßnahmen; grau: moderate Maßnahmen). Die schwedische Jahres­gesamt­sterblichkeit liegt im Bereich einer mittleren Grippewelle und 3.6% unter den Vorjahren.

Corona-Todesfälle in Schweden: Prognose des Imperial College London vs. Realität (HTY/FOHM)
Zu den Gesundheitsrisiken durch Covid-19

Warum ist das neue Coronavirus für viele Menschen ungefährlich, für einige Menschen aber sehr gefährlich? Der Grund liegt bei Besonderheiten des Virus und des Immunsystems.

Viele Menschen, darunter fast alle Kinder, können das neue Coronavirus mit einer bestehenden Immunität (durch den Kontakt mit früheren Corona-Erkältungsviren) oder durch Antikörper bereits auf der Schleimhaut (IgA) neutralisieren, ohne dass es viel Schaden anrichten kann.

Gelingt das jedoch nicht, kann das Virus in den Organismus eindringen. Dort kann das Virus aufgrund seiner effizienten Nutzung des ACE2-Zellrezeptors zu Komplikationen in der Lunge (Pneumonie), den Gefäßen (Thrombosen, Embolien), und weiteren Organen führen.

Reagiert das Immunsystem in diesem Fall zu schwach (bei älteren Menschen) oder zu stark (bei einigen jüngeren Menschen), kann es zu einem kritischen Krankheitsverlauf kommen.

Es ist auch zutreffend, dass die Symptome oder Komplikationen einer ernsthaften Covid-19-Erkrankungen in einigen Fällen während Wochen oder sogar Monaten anhalten können.

Deshalb ist das neue Coronavirus keinesfalls zu unterschätzen und eine frühzeitige und wirkungsvolle Behandlung bei Risikopatienten absolut entscheidend.

Längerfristig könnte sich das neue Coronavirus zu einem typischen Erkältungsvirus entwickeln, ähnlich dem Coronavirus NL63, das ebenfalls den ACE2-Zellrezeptor nutzt und heutzutage Atemwegs- und Lungenentzündungen vor allem bei Kleinkindern und Pflegepatienten auslöst.

Zur Behandlung von Covid-19

Hinweis: Patienten wenden sich an einen Arzt.

Mehrere Studien haben inzwischen belegt, was einige behandelnde Ärzte bereits seit März festgestellt haben: Eine frühzeitige Behandlung von Covid-Patienten mit Zink und dem Malariamittel Hydroxychloroquin (HCQ) ist tatsächlich wirkungsvoll.

US-Ärzte berichten von einer Reduktion der Hospitalisierungsrate um bis zu 84% und von einer Stabilisierung des Gesundheits­zustandes oftmals innerhalb von wenigen Stunden.

Zink besitzt antivirale Eigenschaften, HCQ unterstützt die Zinkaufnahme und besitzt zusätzliche antivirale Eigenschaften. Diese Medikamente werden von Ärzten bei Bedarf ergänzt durch ein Antibiotikum (zur Verhinderung einer bakteriellen Superinfektion) und durch ein Blutverdünnungsmittel (zur Verhinderung infektionsbedinger Thrombosen und Embolien).

Die angeblich oder tatsächlich negativen Resultate mit HCQ im Rahmen einiger Studien beruhten nach heutigem Wissensstand auf einem verspäteten Einsatz, stark überhöhten Dosen (bis 2400mg/T), manipulierten Datensätzen, oder Kontraindikationen (z.B. Favismus).

Die WHO, viele Medien und einige Behörden könnten durch ihr ablehnendes Verhalten, das vielleicht politisch motiviert oder durch pharmazeutische Interessen beeinflusst war, in den vergangenen Monaten erheblichen und unnötigen gesundheitlichen Schaden angerichtet haben.

So geht der französische Medizinprofessor Jaouad Zemmouri davon aus, dass Europa mit einer konsequenten HCQ-Behandlungsstrategie bis zu 78% der Covid-Todesfälle hätte vermeiden können.

HCQ-Kontraindikationen wie zum Beispiel Favismus oder Herzprobleme müssen beachtet werden, aber die neue Ford-Studie erreichte auch mit 56% afroamerikanischen Patienten (die häufiger Favismus aufweisen) eine Reduktion der Sterblichkeit in Kliniken um rund 50%.

Der entscheidende Punkt bei der Behandlung von Risikopatienten ist jedoch die frühzeitige Intervention bereits bei Entwicklung der ersten typischen Symptome, um eine Progression der Erkrankung zu verhindern und eine intensivmedizinische Hospitalisierung zu vermeiden.

Die meisten Länder reagierten auch in diesem Punkt unglücklich: Nach der Infektionswelle im März kam ein Lockdown, sodass die bereits infizierten und verängstigten Menschen ohne Behandlung bei sich zuhause eingeschlossen waren und oftmals solange warteten, bis sie eine schwere Atemnot entwickelten und direkt auf die Intensivstation gebracht werden mussten, wo sie dann oftmals noch sediert und intubiert wurden und mit hoher Wahrscheinlichkeit starben.

Es ist denkbar, dass ein Zink-HCQ-Protokoll, das einfach, sicher und kostengünstig ist, komplexere Medikamente, Impfungen und Maßnahmen weitgehend obsolet machen könnte.

Zuletzt zeigte eine Fallstudie aus Frankreich, dass bei vier der ersten fünf Patienten, die mit dem teuren Medikament Remdesivir des Pharmakonzerns Gilead behandelt wurden, die Behandlung wegen Leberproblemen und Nierenversagen abgebrochen werden musste.

Mehr dazu: Zur Behandlung von Covid-19

Zur Wirksamkeit von Masken

Verschiedene Länder haben eine Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr, im Detailhandel oder allgemein in der Öffentlichkeit eingeführt oder diskutieren diese aktuell.

Einige mögen argumentieren, dass sich die Diskussion aufgrund der deutlich geringeren Letalität und Hospitalisierungsrate von Covid-19 und der Behandlungs­möglichkeiten bereits erübrigt hat, da das ursprüngliche Ziel bezüglich “flatten the curve” nicht mehr im Fokus steht.

Dennoch kann man die Frage nach der generellen Wirksamkeit von Masken stellen. Im Falle von Influenza-Epidemien und -Pandemien ist die Antwort aus wissenschaftlicher Sicht bereits klar: Masken im Alltag habe keine oder eine sehr geringe Wirkung auf das Infektionsgeschehen. Bei unsachgemäßer Verwendung können sie das Infektionsrisiko sogar erhöhen.

Das beste und aktuellste Beispiel dafür ist ironischerweise das oft genannte Maskenland Japan: Japan erlebte seine letzte starke Grippewelle mit rund fünf Millionen Erkankten trotz Masken gerade erst vor einem Jahr, im Januar und Februar 2019.

Bei Influenza-Viren kommt allerdings im Unterschied zu SARS-Coronaviren der wichtige Faktor hinzu, dass sie sehr wesentlich durch Kinder übertragen werden. Japan musste 2019 beispielsweise rund zehntausend Schulen wegen akuter Krankheitsausbrüche schließen.

Beim SARS-1-Virus von 2002 und 2003 gibt es eine gewisse Evidenz, dass medizinische Masken vor einer Infektion teilweise schützen können. Doch SARS-1 verbreitete sich fast nur in Krankenhäusern, d.h. in einem professionellen Umfeld, und kaum in der Allgemeinheit.

Eine bekannte Studie von 2015 zeigte hingegen, dass die heutzutage verbreiteten Stoffmasken aufgrund ihrer Porengröße für 97% der viralen Partikel durchlässig sind und das Infektionsrisiko durch die Speicherung von Feuchtigkeit zusätzlich erhöhen können.

Einige Studien argumentierten zuletzt, Masken im Alltag seien im Falle des neuen Coronavirus dennoch wirksam und könnten zumindest die Ansteckung anderer Personen verhindern.

Diese Studien sind jedoch methodisch schwach und belegen teilweise eher das Gegenteil. Typischerweise ignorieren diese Studien den Effekt anderer zeitgleicher Maßnahmen, die natürliche Entwicklung der Infektionszahlen, die Veränderung der Test-Aktivität, oder sie vergleichen Länder mit sehr unterschiedlichen Voraussetzungen.

Ein Überblick:

  1. Eine deutsche Studie behauptete, die Einführung einer Maskenpflicht in deutschen Städten habe zu einem Rückgang der Infektionen geführt. Doch die Daten belegen das nicht: In einigen Städten gab es keine Veränderung, in anderen eine Abnahme, in weiteren eine Zunahme der Infektionen (s. Grafik unten). Die als Vorbild präsentierte Stadt Jena führte gleichzeitig die strengsten Quarantäneregeln Deutschlands ein, was die Studie jedoch nicht erwähnte.
  2. Eine Studie im Fachjournal PNAS behauptete, Masken hätten in drei Hotspots (darunter New York City) zu einem Rückgang der Infektionen geführt. Dabei wurden weder der natürliche Rückgang der Infektionen noch andere Maßnahmen berücksichtigt. Die Studie war so fehlerhaft, dass über 40 Wissenschaftler einen Rückzug der Studie empfahlen.
  3. Eine amerikanische Studie behauptete, die Maskenpflicht habe in 15 Bundesstaaten zu einem Rückgang der Infektionen geführt. Die Studie berücksichtigte nicht, dass das Infektionsgeschehen zu diesem Zeitpunkt in den meisten Bundesstaaten ohnehin bereits rückläufig war. Ein Vergleich mit anderen Bundesstaaten wurde nicht durchgeführt.
  4. Eine amerikanisch-kanadische Studie behauptete, Länder mit einer Maskenpflicht hätten weniger Todesfälle als Länder ohne Maskenpflicht. Doch dabei wurden afrikanische, lateinamerikanische, asiatische und osteuropäsiche Länder mit sehr unterschiedlichen Infektionsgeschehen und Bevölkerungsstrukturen verglichen.
  5. Eine Metastudie im Fachjournal Lancet behauptete, Masken “könnten” zu einer Reduktion des Infektionsrisikos führen, doch die untersuchten Studien bezogen sich hauptsächlich auf Krankenhäuser (Sars-1) und die Stärke der Evidenz wurde mit “gering” angegeben.

Der medizinische Nutzen einer Maskenpflicht bleibt daher weiterhin fraglich. Eine länder­ver­gleichende Untersuchung der University of East Anglia kam etwa zum Ergebnis, dass eine Maskenpflicht keinen messbaren Effekt auf die Covid-Infektionen oder Todesfälle hatte.

Bekannt ist auch, dass die sehr weit verbreiteten Masken den ursprünglichen Ausbruch in der chinesischen Stadt Wuhan nicht verhindern konnten.

Schweden zeigte, dass es auch ohne Lockdown, ohne Maskenpflicht und mit einer der tiefsten Intensivbettkapazitäten Europas nicht zu einer Überlastung der Krankenhäuser kommen muss. Tatsächlich liegt die schwedische Jahresgesamtmortalität im Bereich früherer Grippewellen.

Problematisch wird es, wenn Behörden der Bevölkerung suggerieren, durch eine Maskenpflicht sinke das Infektionsrisiko etwa im öffentlichen Verkehr. Dafür gibt es keine Evidenz. Ob mit oder ohne Masken besteht in dicht besetzten Innenräumen ein erhöhtes Infektionsrisiko.

Interessanterweise steht an der Spitze der Forderung nach einer weltweiten Maskenpflicht eine Lobbygruppe namens “masks4all” (Masken für alle), die von einem “Young Leader” des World Economic Forum (WEF) Davos gegründet wurde.

Maskenpflicht in deutschen Städten: Keien relevante Wirkung. (IZA 2020)
Zur Rolle von Kontaktverfolgung

Zahlreiche Länder haben für teils sehr viel Geld Smartphone-Applikationen und Spezialeinheiten zur gesamtgesellschaftlichen Kontaktverfolgung eingerichtet. Es gibt indes keine Evidenz, dass diese einen epidemiologisch relevanten Beitrag zum Pandemie-Management leisten können.

Beim Tracing-Pionier Island ist die App bereits weitgehend gescheitert, in Norwegen wurde sie aus Daten­schutz­gründen gestoppt, in Indien, Argentinien, Singapur und weiteren Ländern wurde sie nachträglich doch noch obligatorisch, in Israel wird sie direkt vom Geheimdienst betrieben.

Eine WHO-Studie zu Grippepandemien kam 2019 zudem zum Ergebnis, dass Kontaktverfolgung aus medizinischer Sicht nicht sinnvoll und “unter keinen Umständen zu empfehlen” ist. Das typische Anwendungsgebiet dafür sind eher sexuell übertragbare Krankheiten oder Vergiftungen.

Zudem bestehen weiterhin ernsthafte Bedenken bezüglich Datenschutz und Bürgerrechten.

NSA-Whistleblower Edward Snowden warnte bereits im März, dass Regierungen die Corona-Krise zum Anlass oder Vorwand für den Ausbau der gesellschaftlichen Überwachung und Kontrolle nehmen und damit eine “Architektur der Unterdrückung” errichten könnten.

Eine Whistleblowerin, die an einem Ausbildungsprogramm für Kontaktverfolger in den USA teilgenommen hatte, beschrieb dieses als “totalitär” und eine “Gefahr für die Gesellschaft”.

Der Schweizer Informatik-Professor Serge Vaudenay machte öffentlich, dass die Protokolle zur Kontaktverfolgung keineswegs “dezentral” und “transparent” sind, denn die eigentliche Funktionalität wird durch eine Schnittstelle von Google und Apple (GAEN) implementiert, die für die Öffentlichkeit nicht einsehbar und nicht kontrollierbar ist (d.h. kein “Open Source”).

Diese nicht-einsehbare Schnittstelle wurde von Google und Apple inzwischen in drei Milliarden Mobiltelefone integriert. Laut Professor Vaudenay kann diese Schnittstelle zudem alle Kontakte, nicht nur die medizinisch “relevanten”, aufzeichnen und speichern. Ein deutscher Informatik-Experte bezeichnete Tracing-Apps seinerseits als ein “Trojanisches Pferd”.

Für weitere Informationen zur “Kontaktverfolgung” siehe das Update vom Juni.

Siehe auch: Inside the NSA’s Secret Tool for Mapping Your Social Network (Wired)

“Contact Tracing” durch Google und Apple
Weitere Meldungen
Zum Ursprung des neuen Coronavirus

Im Juni-Update wurde dargestellt, dass renommierte Virologen einen Labor-Ursprung des neuen Coronavirus für “mindestens so plausibel” halten wie einen natürlichen Ursprung. Der Grund dafür sind einige genetische Besonderheiten des Virus im Bereich der Rezeptorbindung, die zu einer besonders hohen Übertragbarkeit und Infektiosität beim Menschen führen.

Inzwischen gibt es weitere Evidenzfür diese Hypothese. Siehe dazu:

Die Entwicklungen seit Anfang 2020 zeigen, dass das neue Coronavirus nicht als “Biowaffe” im engeren Sinne zu sehen ist, da es zu wenig tödlich und zu wenig gezielt einsetzbar ist. Allerdings kann es durchaus die Bevölkerung in Angst versetzen und politisch genutzt werden.

Dennoch bleibt, neben einem möglichen Labor-Ursprung, auch ein natürlicher Ursprung des neuen Coronavirus eine realistische Möglichkeit, obschon die Hypothese vom “Wuhan-Tiermarkt” und zuletzt die Pangolin-Hypothese von Experten inzwischen verworfen wurden.

Das Virologische Institut in Wuhan (WIV)

(Zuletzt aktualsiert: 17. Juli)

Juni 2020

A. Allgemeiner Teil
Studien zur Letalität von Covid-19

Stanford-Professor John Ioannidis publizierte im Mai eine Übersicht der bisherigen Covid19-Antikörper-Studien. Demnach liegt die Letalität von Covid19 (IFR) in den meisten Ländern und Regionen bei unter 0.16%. Für drei Hotspots fand Ioannidis eine Obergrenze von 0.40%.

Auch die US-Gesundheitsbehörde CDC reduzierte in ihrem neuesten Bericht die Covid19-Letalität (IFR) auf 0.26% (best estimate). Selbst dieser Wert ist noch als Obergrenze zu sehen, da die CDC konservativ von 35% asymptomatischen Fällen ausgeht, während die meisten Studien auf 50 bis 80% asymptomatische Fälle hindeuten.

Ende Mai publizierten Schweizer Immunologen um Professor Onur Boyman allerdings die bisher wohl wichtigste Studie zur Covid19-Letalität. Diese Preprint-Studie kam zum Ergebnis, dass die üblichen Antikörper-Tests, die Antikörper im Blut messen (IgG und IgM), höchstens ca. ein Fünftel aller Covid19-Infektionen erkennen können (Zeitungsbericht auf Englisch; Originalstudie).

Der Grund dafür ist, dass das neue Coronavirus bei den meisten Menschen bereits durch Antikörper auf der Schleimhaut (IgA) oder durch eine zelluläre Immunität (T-Zellen) neutralisiert wird und sich dabei keine oder nur milde Symptome ausbilden.

Dies bedeutet, dass das neue Coronavirus vermutlich noch viel weiter verbreitet ist als bisher angenommen und die Letalität pro Infektion bis zu fünfmal niedriger liegt als bisher vermutet. Die wirkliche Letalität könnte somit deutlich unter 0.1% und damit im Bereich der Influenza liegen.

Tatsächlich zeigten inzwischen mehrere Studien, dass bis zu 60% aller Menschen bereits über eine gewisse zelluläre Immunität gegen Covid-19 verfügen, die durch den Kontakt mit bisherigen Coronaviren (Erkältungsviren) erworben wurde. Insbesondere Kinder kommen oft in Kontakt mit solchen Coronaviren, was ihre Unempflindlichkeit gegenüber Covid19 miterklären könnte.

Die neue Schweizer Studie dürfte zudem erklären, warum Antikörper-Studien selbst in Hotspots wie New York oder Madrid eine Infektionsrate von höchstens ca. 20% fanden, denn dies würde einer tatsächlichen Rate von nahezu 100% entsprechen. In vielen Regionen dürfte die tatsächliche Ausbreitung bereits bei deutlich über 50% und damit im Bereich der Herdenimmunität liegen.

Sollte sich die Schweizer Untersuchung bestätigen, so würde die Einschätzung der Oxford-Epidemiologin Prof. Sunetra Gupta zutreffen, die bereits früh von einer sehr weiten Verbreitung von Covid-19 und einer geringen Letalität zwischen 0.01% unter 0.1% ausging.

Trotz der vergleichsweise geringen Letalität von Covid-19 (Todesfälle pro Infektionen) kann die Mortalität (Todesfälle pro Bevölkerung) regional und kurzfristig dennoch stark erhöht sein, wenn sich das Virus rasch ausbreitet und dabei Risikogruppen wie insbesondere Patienten in Pflegeheimen erreicht, wie das in mehreren Hotspots tatsächlich geschah (siehe unten).

Aufgrund der eher geringen Letalität fällt Covid-19 höchstens in die Stufe 2 des von den US-Gesundheitsbehörden entwickelten fünfstufigen Pandemie-Plans. Für diese Stufe ist lediglich die “freiwillige Isolierung kranker Personen” als Hauptmaßnahme vorgesehen. Weitergehende Maßnahmen wie Mundschutzpflicht, Schulschließungen, Abstandsregeln, Kontaktverfolgung, Impfungen und Lockdowns ganzer Gesellschaften sind hingegen nicht angezeigt.

Bezüglich Kontaktverfolgung kam eine WHO-Studie zu Influenza-Pandemien von 2019 zudem zum Ergebnis, dass diese aus medizinischer Sicht “unter keinen Umständen zu empfehlen” ist, da bei leicht übertragbaren und insgesamt eher milden Atemwegs­erkrankungen nicht zielführend.

Manchmal wird argumentiert, man habe die eher geringe Letalität zu Beginn nicht gekannt. Das ist nicht ganz richtig, denn die Daten aus Südkorea, der Kreuzfahrtschiffe und selbst aus Italien zeigten bereits im März, dass das Risiko für die Allgemeinbevölkerung ziemlich gering ist.

Viele Gesundheitsbehörden wussten dies auch, wie etwa geleakte Emails aus Dänemark von Mitte März zeigen: “Die dänische Gesundheitsbehörde ist weiterhin der Ansicht, dass Covid-19 nicht als allgemein gefährliche Krankheit bezeichnet werden kann, da es weder einen normalerweise schwerwiegenden Verlauf noch eine hohe Sterblichkeitsrate aufweist.”

Einige Medien berechnen jedoch weiterhin eine angeblich viel höhere Covid19-Letalität von teilweise über 1%, indem sie einfach Todesfälle durch “Infektionen” dividieren, ohne die Alters- und Risikoverteilung zu berücksichtigen, die gerade bei Covid19 absolut entscheidend ist.

Die aktuellen Daten des europäischen Mortalitätsmonitorings Euromomo zeigen, dass sich in mehreren Ländern inzwischen eine Untersterblichkeit abzeichnet, so in Frankreich, Italien, Spanien und auch der Schweiz. Der Grund dafür ist, dass der Altersdurchschnitt der Covid19-Todesfälle sehr hoch lag, und in dieser Altersgruppe nun bereits weniger Menschen als üblich sterben.

Siehe auch: Studies on Covid-19 lethality

Beispiel: Todesrate pro Altersgruppe in Massachusetts, USA (Quelle)
Zur Rolle der Pflegeheime

Pflegeheime spielten eine absolute Schlüsselrolle in der Covid-19-Pandemie. In den meisten Ländern ereigneten sich ein bis zwei Drittel aller Covid19-Todesfälle in Pflegeheimen, in Kanada und einigen US-Bundesstaaten sogar bis zu 80%. Auch in Schweden, das keinen Lockdown verhängte, erfolgten 75% der Todesfälle in Pflegeheimen und Pflegewohnungen.

Umso bedenklicher ist es, dass manche Behörden ihre Pflegeheime verpflichteten, erkrankte Personen aus den Kliniken bei sich aufzunehmen, was in der Folge fast immer zu zahlreichen Neuinfektionen und Todesfällen führte. Dies geschah etwa in Norditalien, England und den stark betroffenen US-Bundesstaaten New York, New Jersey und Pennsylvania.

Aus Norditalien ist zudem bekannt, dass die verbreitete Angst vor dem Virus und der angekündigte Lockdown zu einer Flucht der vorwiegend osteuropäischen Pflegekräfte führte, wodurch der Zusammenbruch der Alterspflege noch beschleunigt wurde.

In den USA entfallen insgesamt mindestens 42% aller Covid19-Todesfälle auf jene 0.6% der Bevölkerung, die in Pflegeheimen leben. Dabei erfordern Pflegeheime einen gezielten Schutz und profitieren gerade nicht von einem allgemeinen Lockdown der gesamten Gesellschaft.

Es ist bekannt, dass auch gewöhnliche Coronaviren (Erkältungsviren) für Menschen in Pflegeheimen gefährlich sein können. Stanford-Professor John Ioannidis machte bereits Mitte März darauf aufmerksam, dass Coronaviren dort eine Fallsterblichkeit von bis zu 8% erreichen.

Zudem ist oft nicht klar, ob diese Menschen wirklich an Covid-19 starben oder am wochenlangen Stress und der totalen Isolation. So gab es in englischen Pflegeheimen ca. 30,000 zusätzliche Todesfälle, aber bei nur 10,000 ist Covid19 auf dem Totenschein vermerkt.

Allein im April starben in England und Wales rund 10,000 zusätzliche Demenzpatienten ohne Corona-Infektion aufgrund der wochenlangen Isolation. In mehreren Ländern wurden inzwischen Untersuchungen zur Situation in Pflegeheimen eingeleitet oder gefordert.

Todesfälle in Pflegeheimen, absolut und prozentual (LTCCovid)
Zur Rolle der Krankenhäuser

Der zweite zentrale Faktor bezüglich Infektionen und Todesfällen, neben den Pflegeheimen, sind die Krankenhäuser selbst. Bereits in einer Fallstudie in Wuhan zeigte sich, dass sich ca. 41% der hospitalisierten Patienten im Krankenhaus selbst mit Covid19 angesteckt hatten.

Auch in Norditalien, Spanien, England und weiteren stark betroffenen Regionen spielte die Ansteckung in Krankenhäusern eine entscheidende Rolle, d.h. die Kliniken wurden selbst zum Hauptübertragungsort von Covid19 auf bereits geschwächte Menschen (sog. nosokomiale Infektion) – ein Problem, das bereits beim SARS-Ausbruch von 2003 beobachtet wurde.

Nach heutigem Kenntnisstand hatten jene Länder, die Infektions­ausbrüche in Pflegeheimen und Krankenhäusern vermeiden konnten, vergleichsweise wenige Todesfälle zu beklagen. Der allgemeine Lockdown spielte hingegen keine bzw. eine kontraproduktive Rolle (siehe unten).

Hinzu kommt eine mitunter tödliche Fehlbehandlung von Covid19-Patienten durch aggressive Medikamente oder invasive Beatmung (Intubation), vor deren Risiken Fachleute seit Monaten warnten. So gibt es in den USA finanzielle Anreize, Covid-Patienten an Beatmungs­maschinen anzuschließen. In New York wurde diesbezüglich inzwischen eine Untersuchung eingeleitet.

Siehe auch: Eine Undercover-Krankenschwester berichtet aus New York City (Video)

Zum Krankheitsbild von Covid-19

Der bekannte Hamburger Rechtsmediziner Professor Klaus Püschel stellte im Mai seine weltweit erstmalige Studie (englisch) zu den ersten 12 von 190 detaillierten Corona-Obduktionen an einer Pressekonferenz (deutsch) vor.

Professor Püschel betonte erneut, dass Covid-19 “nicht ansatzweise so bedrohlich ist, wie zunächst vermutet wurde”. Die Gefahr sei “durch Medienbilder viel zu sehr beeinflusst” worden. Die Medien hätten auf schwere Einzelfälle fokusiert und mit “völlig falschen Botschaften” Panik geschürt. Covid-19 sei kein “Killervirus” und der Ruf nach neuer Medizin oder Impfstoffen “von Angst geprägt”.

Die konkrete Todesursache der untersuchten Todesfälle sei jeweils eine Lungenentzündung gewesen, allerdings lagen in circa 50% der Fälle auch Venenthrombosen in den Beinen vor, die in der Folge zu tödlichen Lungenembolien führen können. Teilweise seien zudem die Nieren und der Herzmuskel betroffen gewesen. Professor Püschel empfiehlt deshalb bei ernsthaften Covid-Erkrankungen die präventive Abgabe von blutverdünnenden Medikamenten.

Bezüglich der Thrombosen und Lungenembolien betonte Professor Püschel – wie zuvor bereits andere Experten – dass ein “Lockdown” mit Quarantäne zuhause “genau die falsche Maßnahme” sei, da der Bewegungsmangel Thrombosen zusätzlich fördert. Auch US-Fachärzte haben vor diesem Risiko gewarnt, nachdem selbst bei Covid-negativen Personen unerwartete Thrombosen auftraten.

Viele Medien interpretierten die Obduktionsbefunde wiederum falsch und sprachen von Covid-19 als einer besonders gefährlichen Krankheit, die angeblich im Unterschied zur Influenza zu Thrombosen und Lungenembolien führe. Das ist nicht richtig: Bereits seit 50 Jahren ist bekannt, dass auch eine schwere Influenza das Risiko für Thrombosen und Embolien stark erhöht und den Herzmuskel und andere Organe betreffen kann. Sogar die Empfehlung bezüglich präventivem Blutverdünner bei schwerer Influenza ist schon seit 50 Jahren bekannt.

Kinder und Schulen

Zahlreiche Studien haben inzwischen belegt, dass Kinder an Covid19 kaum erkranken und das Virus nicht oder kaum übertragen, was bereits vom SARS-Ausbruch von 2003 bekannt war. Für die Schließung von Schulen gab es deshalb zu keinem Zeitpunkt einen medizinischen Grund.

Dementsprechend registrierten all jene Länder, die ihre Schulen bereits im Mai wieder öffneten, keine Zunahme an Infektionsfällen. Länder wie Schweden, die ihre Grundschulen ohnehin nie schlossen, hatten damit ebenfalls keine Probleme.

Eine Preprint-Studie des deutschen Virologen Christian Drosten argumentierte, die Ansteckungsgefahr durch Kinder sei doch vergleichbar mit Erwachsenen und Schulen sollten deshalb geschlossen bleiben. Mehrere Forscher wiesen jedoch methodische Fehler in der Studie nach. Drosten nahm die Empfehlung bzgl. Schulschließungen daraufhin zurück.

In einigen Schulen, beispielsweise in Frankreich und Israel, soll es dennoch zu angeblichen “Corona-Ausbrüchen” gekommen sein. Es dürfte sich dort jedoch um Übertragungen von Lehrern auf Schüler handeln, die zu ihrem Leidwesen regelmäßig getestet werden, obschon sie kaum Symptome zeigen und selbst kaum oder gar nicht ansteckend sind.

Zum Thema Kawasaki-Krankheit kritisierte die britische Kawasaki Disease Foundation erneut die unseriöse und reißerische Medienberichterstattung. Tatsächlich gebe es bisher keine signifikante Zunahme an Kawasaki-Fällen und keinen belegten Zusammenhang mit Covid-19. Allgemeine entzündliche Reaktionen in einzelnen Kindern seien auch von anderen Vireninfektionen bekannt, die Anzahl der bisher gemeldeten Fälle sei indes äußerst gering.

Auch deutsche medizinische Verbände veröffentlichten eine Entwarnung: Covid-19 verlaufe bei nahezu allen Kindern unmerklich oder sehr mild. Schulen und Kitas seien deshalb umgehend und ohne Einschränkungen zu öffnen, d.h. es brauche keine Kleingruppen, Abstandsregeln oder Masken.

Schulkinder in Frankreich, die in Boxen spielen müssen (15. Mai 2020, DailyMail)
Zur Wirksamkeit von Masken

Unabhängig von der ohnehin vergleichsweise geringen Letalität von Covid19 in der Allgemein­bevölkerung (siehe oben) gibt es für die Wirksamkeit von Masken bei gesunden und symptomlosen Menschen im Alltag weiterhin keine wissenschaftlichen Belege.

Eine ländervergleichende Untersuchung der Universität von East Anglia kam zum Ergebnis, dass eine Maskenpflicht keinen Nutzen brachte und das Infektionsrisiko sogar erhöhen könnte.

Zwei US-Professoren und Experten für Atem- und Infektionsschutz der Universität von Illinois erklären in einem Aufsatz, dass Masken im Alltag keine Wirkung haben, weder als Selbstschutz noch zum Schutz Dritter (sogenannte Quellenkontrolle). Auch hätten die weitverbreiteten Masken den Ausbruch in der chinesischen Stadt Wuhan nicht verhindert.

Eine Studie vom April 2020 in der Fachzeitschrift Annals of Internal Medicine kam zum Ergebnis, dass weder Stoffmasken noch chirurgische Masken die Verbreitung des Covid19-Virus durch Husten verhindern können.

Ein Artikel im New England Journal of Medicine vom Mai 2020 kommt ebenfalls zum Ergebnis, dass Masken im Alltag keinen oder kaum Schutz bieten. Der Ruf nach einer Maskenpflicht sei ein “irrationaler Angstreflex”.

Eine von der US-Gesundheitsbehörde CDC veröffentliche Metastudie vom Mai 2020 zu Influenza-Pandemien kam ebenfalls zum Ergebnis, dass Masken weder das Infektions- noch das Übertragungsrisiko (Quellenkontrolle) reduzieren können.

Eine Studie im British Medical Journal von 2015 kam zum Ergebnis, dass Stoffmasken 97% aller Partikel durchließen und das Infektionsrisiko durch Speicherung der Feuchtigkeit erhöhen können.

Die WHO erklärte im Juni überdies, dass die oft diskutierte “asymptomatische Übertragung” in Wirklichkeit “sehr selten” ist, wie Daten aus zahlreichen Ländern zeigten. Die wenigen bestätigten Fälle erfolgten zumeist durch direkten Körperkontakt wie Handschlag oder Küsse.

In Österreich wird die Maskenpflicht im Handel und in der Gastronomie ab Mitte Juni wieder aufgehoben. In Schweden wurde nie eine Maskenpflicht eingeführt, da diese “keinen zusätzlichen Schutz für die Bevölkerung bietet”, wie die Gesundheitsbehörde erklärte.

Zahlreiche Politiker, Medienleute und Polizisten wurden bereits dabei erwischt, wie sie ihre Masken in einer Menschenmenge extra für die Fernsehkameras anzogen oder sofort wieder ablegten, als sie glaubten, es werde nicht mehr gefilmt.

In manchen Fällen kam es zu brutalen Polizeiübergriffen, da eine Person ihre Maske “nicht richtig getragen” habe. In anderen Fällen durften Menschen mit einer Behinderung, die ärztlich attestiert keine Maske tragen können und müssen, Einkaufhäuser nicht betreten.

Entgegen all dieser Evidenz propagiert eine Gruppe namens “masks4all”, die von einem Young Leader des World Economic Forum (WEF) Davos gegründet wurde, eine weltweite Maskenpflicht. Verschiedene Regierungen und die WHO scheinen darauf anzusprechen.

Kritiker vermuten in diesem Zusammenhang, dass die Masken eher eine psychologische oder politische Funktion erfüllen (“Maulkorb” bzw. “sichtbares Zeichen des Gehorsams”) und bei häufigem Tragen womöglich zu zusätzlichen gesundheitlichen Problemen führen können.

Eine Studie aus Deutschland zeigte empirisch, dass die Einführung von Masken keine Auswirkung auf die Infektionszahlen hatte (siehe Grafik). Nur in der Stadt Jena kam es zu einer deutlichen Reduktion, doch Jena führte zeitgleich sehr strenge Quarantänevorschriften ein.

Die Einführung von Masken in deutschen Städten blieb ohne Wirkung auf die Infektionszahl. (IZA)
Zum Ursprung des Virus

Mitte März argumentierten einige Forscher in einem Brief an die Fachzeitschrift Nature Medicine, dass das Covid19-Virus natürlichen Ursprungs sein müsse und nicht “aus einem Labor” stammen könne. Als Grund nannten sie die Struktur des Virus und den Umstand, dass die Bindung an den menschlichen ACE2-Zellrezeptor nicht dem theoretischen Maximum entspreche.

Inzwischen haben jedoch zahlreiche renommierte Virologen dieser Argumentation widersprochen. Ein künstlicher Ursprung im Rahmen von virologischer Funktionsforschung sei “mindestens so plausibel” wie ein natürlicher Ursprung. Tatsächlich werde an solchen Coronaviren seit bald 20 Jahren (dem SARS-Ausbruch von 2003) in mehreren Laboren intensiv geforscht.

Als Argumente für einen künstlichen Ursprung werden insbesondere angeführt, dass die Bindung an den menschlichen ACE2-Zellrezeptor deutlich stärker sei als bei allen üblichen Ursprungstieren, und dass bisher kein direktes Ursprungstier identifiziert werden konnte. Zudem enthalte das Virus einige auffällige funktionale Gensequenzen, die künstlich eingefügt worden sein könnten (s. Grafik).

Die anfängliche Theorie vom Tiermarkt in Wuhan wurde inzwischen verworfen, da keines der dortigen Tiere positiv getestet wurde, und ein Drittel der allerersten Patienten keine Verbindung zum Tiermarkt hatten. Der Tiermarkt wird nun als sekundärer Übertragungsort gesehen.

Es ist bekannt, dass das virologische Labor in Wuhan in Zusammenarbeit mit den USA und Frankreich an Coronaviren forschte und dabei auch “potentiell pandemische Pathogene” (PPP) erzeugte, die besonders leicht übertragbar und/oder besonders gefährlich sind. Außerdem kam es in China und auch in den USA bereits zu mehreren Laborunfällen mit Freisetzung von Viren.

Der unvoreingenommene Beobachter muss daher weiterhin mehrere realistische Möglichkeiten in Betracht ziehen: Ein natürlicher Ursprung des Virus (wie er bei SARS 2003 angenommen wird), ein Laborunfall im Rahmen von Funktionsforschung (vermutlich in Wuhan), oder sogar eine gezielte Freisetzung durch einen geopolitisch interessierten Akteur in Ost oder West.

Gleichwohl ist beim Covid19-Virus nicht von einer “Biowaffe” im klassichen Sinne zu sprechen: Das Virus ist zwar sehr leicht übertragbar, aber für die Allgemeinbevölkerung nicht besonders gefährlich. Tierversuche haben gezeigt, dass wesentlich tödlichere Coronaviren erzeugt werden können.

Additional functional amino acids in the SARS-CoV-2 spike protein (Andersen, edited)
Impfungen gegen Covid-19

Verschiedene Politiker in Europa und den USA haben erklärt, dass die “Corona-Krise” erst durch einen noch zu entwicklenden Impfstoff beendet werden könne.

Allerdings haben viele Experten bereits darauf hingewiesen, dass ein forcierter Impfstoff gegen das neue Coronavirus aufgrund der insgesamt geringen Letalität (siehe oben) und der bereits abklingenden Verbreitung nicht unbedingt erforderlich ist. Der Schutz von Risikogruppen, insbesondere in Pflegeheimen, könne wesentlich gezielter erfolgen.

Einige Experten wie der Schweizer Infektiologe Dr. Pietro Vernazza haben zudem darauf hingewiesen, dass gerade die Hochrisikogruppe erfahrungsgemäß am wenigsten von einer Impfung profitiert, da ihr Immunsystem nicht mehr ausreichend auf den Impfstoff reagiert.

Verschiedene Experten haben zudem auf die erheblichen Gesundheitsrisiken eines forcierten Impfstoffes hingewiesen. Tatsächlich führte beispielsweise die Impfung gegen die sogenannte “Schweinegrippe” von 2009/2010 zu teilweise schweren neurologischen Schäden insbesondere bei Kindern und zu Schaden­­ersatz­forderungen in Millionenhöhe.

Dennoch wurden bereits mehrere Milliarden Dollar privater und öffentlicher Gelder für die Entwicklung eines Impfstoffes eingesammelt. Auch ein “Immunitätsausweis” für Arbeit und Reisen wird weiterhin diskutiert. Allerdings kam es bei den beiden führenden Impfstoff-Projekten, entgegen den meisten Mediendarstellungen, zu teilweise gravierenden Komplikationen.

Im Falle des Impfstoffes der Universität Oxford erkrankten im Tierversuch alle sechs Rhesusaffen trotz Impfung an Covid19 und waren gleich infektiös wie die ungeimpften Affen. Dennoch wurde der Impfstoff in die Testphase mit Menschen weitergezogen. Der Projektleiter erklärte jedoch, dass das Coronavirus in der Bevölkerung bereits so selten geworden sei, dass der klinische Versuch mit 50%iger Wahrscheinlichkeit kein Ergebnis liefern werde.

Im Falle des neuartigen RNA-Impfstoffes der Firma Moderna, der ungewöhnlicherweise direkt im Menschenversuch getestet wurde, hatten 20% der Teilnehmer in der hochdosierten Gruppe eine “schwere Nebenwirkung”, obschon Moderna nur sehr gesunde Personen zum Versuch zuließ.

Einer der Moderna-Teilnehmer wurde von CNN danach als “Held” präsentiert und interviewt. Dabei wurde jedoch vereinbart, nicht zu erwähnen, dass der Teilnehmer nach der Impfung ohnmächtig und “so krank wie noch nie in seinem Leben” wurde. Mehrere Experten kritisierten zudem, dass Moderna ihre klinischen Daten nicht ausreichend offengelegt habe.

Der Leiter des US-Programms zur raschen Entwicklung eines Corona-Impfstoffes war zuvor selbst Direktor bei Moderna. Präsident Trump kündigte zudem an, den Impfstoff womöglich mit dem US-Militär landesweit zu verteilen. Einige Länder wie etwa Dänemark schufen bereits gesetzliche Grundlagen für eine Pflichtimpfung der gesamten Bevölkerung. Auch in Deutschland haben sich verschiedene Politiker für eine Impfpflicht ausgesprochen.

Befürworter einer Impfpflicht wie der Weltarztpräsident Frank Montgomery argumentieren, die Bevölkerung müsse sich impfen lassen, um jene zu schützen, die sich aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen können. Angesichts der eher geringen Letalität von Covid19 und der bereits sehr weiten Verbreitung erscheint diese Argumentation jedoch überaus fragwürdig. Hinzu kommen die oben dargestellen, durchaus ernsthaften Impfstoffrisiken.

Der Chef des größten europäischen Ticketportals Eventim erklärte gleichwohl, dass es womöglich “erst wieder Veranstaltungen geben könne, wenn es einen Impfstoff oder ein entsprechend wirksames Medikament gibt – da werden wir noch einige Zeit warten müssen.”

Der britische Premierminister Boris Johnson, der den Impfstoff-Gipfel Anfang Juni zusammen mit US-Milliardär Bill Gates leitete, nannte die Impfallianz GAVI eine Art “Gesundheits-NATO”. Ein “Impfausweis” dürfte allerdings daran scheitern, dass selbst Antikörper-Tests höchstens 20% der Infektionen nachweisen können, wie die Studie von Professor Boyman erstmals zeigte.

Regierungschefs am Globalen Impfstoffgipfel vom 4. Juni 2020 (GAVI)
Medikamente gegen Covid-19

Die Situation im Bereich hilfreicher Medikamente bei schweren Covid19-Fällen ist weiterhin sehr unklar. Ein gewisser Konsens besteht lediglich darin, dass Blutverdünner hilfreich sind, um lebensbedrohende Thrombosen und Embolien vorzubeugen (wie bei schwerer Influenza).

Heftige Diskussionen gibt es seit Monaten um das Malaria-Medikament Hydroxychloroquin (HCQ). Die Fachzeitschrift Lancet publizierte Ende Mai eine Studie, wonach HCQ vermehrt zu Herzproblemen führe. Die WHO stellte daraufhin alle ihre HCQ-Studien ein. Kurz darauf wurde jedoch bekannt, dass die Lancet-Studie auf einem manipulierten Datensatz beruhte.

Die Lancet-Studie sowie eine weitere Studie im New England Journal of Medicine (NEJM) mussten zurückgezogen werden, was einen der größten Medizinskandale der letzten Jahre darstellt. Der Grund für die manipulierte Studie ist nicht klar, allerdings scheint der Hauptautor zugleich an einer Studie zum konkurrierenden Medikament Remdesivir beteiligt zu sein.

Die Verwendung von Remdesivir des Pharmakonzerns Gilead kam ihrerseits unter Druck nachdem eine erste Studie zeigte, dass das Medikament das Sterberisiko nicht senken konnte. Viele Medien ignorierten das jedoch und berichteten dennoch positiv über das Medikament.

Ein ehemaliger französischer Gesundheitsminister verriet in einem Interview, dass die Editoren von Lancet und NEJM in einer vertraulichen Diskussionsrunde erklärten, der Einfluss von Pharmafirmen sei so groß, ja “kriminell”, geworden, dass man nicht mehr von Wissenschaft sprechen könne.

Verschiedene Kliniken nutzen oder studieren HCQ bei Covid19-Patienten, teilweise in Kombination mit Zink, Vitaminen oder anderen Medikamenten. Allerdings ist bekannt, dass HCQ bei der Stoffwechselbesonderheit Favismus, die insbesondere bei Menschen aus Afrika und dem Mittelmeerraum vorkommt, zu tödlichen Komplikationen führen kann.

Es ist leider davon auszugehen, dass eine falsche oder zu aggressive Medikation mit HCQ, Steroiden, Antibiotika und antiviralen Mitteln sowie invasiver Beatmung während der Corona-Pandemie zu zahlreichen zusätzlichen und vermeidbaren Todesfällen geführt hat.

Expertenstimmen (Auswahl)
  • Der deutsche Virologe Prof. Hendrik Streeck kritisierte den Lockdown und erklärte, dass mittlerweise “alle Experten zur Einschätzung der Anfangszeit zurückkehren”, dass Covid-19 “nicht bagatellisiert werden sollte, aber auch nicht dramatisiert werden” dürfe. Der Grund der sinkenden Risiko­bewertung sei die “enorme Anzahl von Infektionen, die folgenlos blieben”. Streeck rechnet in Deutschland weiterhin mit keiner Über­sterb­lichkeit bis Ende Jahr, da das Durch­schnitts­alter der Todesfälle mit 81 Jahren “eher oberhalb der Lebens­erwartung” liege. “Corona-Apps” und massenweise Corona-Tests hält Streeck nicht für sinnvoll. Auch die allgemeine Verwendung von Masken kritisiert er, diese böten kaum Schutz und würden rasch zum “Nährboden für Bakterien und Pilze”. Schulen und Kitas sollten möglichst rasch wieder geöffnet werden, da Erkrankungs- und Ansteckungsrisiko bei Kindern sehr gering seien.
  • Ein Oberarzt für Intensivmedizin am Universitätsspital Zürich, der selbst kritische Covid-19-Patienten betreute, kritisierte in einem vielbeachteten Video die “Angstmacherei” im Zusammenhang mit der Krankheit. Für die überwiegende Mehrzahl aller Menschen bestehe kein signifikantes Sterberisiko, die Zahlen seien insgesamt vergleichbar mit früheren Grippewellen. Risikogruppen könnten gezielt geschützt werden, während der generelle Lockdown lediglich die Immunisierung der Allgemeinbevölkerung verhindere. Zudem sterben Menschen aufgrund der verordneten medizinischen Unterversorgung in anderen Bereichen. Der medizinische und gesellschaftliche Schaden sei längst höher als der Nutzen. Auch der teilweise obligatorische Mundschutz für Schulkinder habe “keinen medizinischen Sinn und Nutzen” und belaste die Kinder stark. Die “tägliche Zählerei” der Fälle sei unsinnig und verbreite lediglich Angst. Die kontraproduktiven Maßnahmen müssten rasch gestoppt werden. Schweizer Medien versuchten nach der weiten Verbreitung des Videos das Universitätsspital Zürich unter Druck zu setzen. Das Originalvideo wurde vom Arzt inzwischen entfernt.
  • Der Schweizer Chefarzt für Infektiologie, Dr. Pietro Vernazza, erklärt am Beispiel aktueller Fallstudien, dass Fiebermessungen und Kontaktverfolgungen aufgrund der oft symptomlosen Verläufe und leichten Übertragbarkeit von Covid19 nicht sinnvoll sind.
  • Der bekannte Schweizer Immunologe Dr. Beda Stadler erklärt in einem Beitrag, dass Covid19 eine “sehr selektive Krankheit” sei und nur für sehr wenige Menschen ein echtes Risiko darstelle. Die Medien hätten sich hingegen auf die wenigen atypischen Einzelfälle konzentriert, die es aber bei jeder Krankheit gebe. Viele Wissenschaftler hätten sich zu stark auf ihre Modelle und zu wenig auf die Realität konzentriert. Die geplante Kontaktverfolgung sei medizinisch “sinnlos” und verbreite “höchstens Panik”.
  • Stanford-Professor John Ioannidis erklärt in einem Interview mit CNN, dass Covid19 eine “verbreitete und milde Erkrankung” sei, die für die Allgemeinbevölkerung gleich gefährlich oder sogar weniger gefährlich als die Influenza (Grippe) sei. Zu schützen seien insbesondere Patienten in Pflegeheimen und Krankenhäusern.
  • Stanford-Professor Dr. Scott Atlas erklärt in einem CNN-Interview, dass man “durch die falsche Idee, Covid19 stoppen zu müssen, eine katastrophale Situation im Gesundheitsbereich geschaffen” habe. Es seien irrationale Ängste erzeugt worden, denn die Erkrankung sei “insge­samt mild”. Deshalb gebe es auch “absolut keinen Grund” für umfangreiche Testungen in der Allgemeinbevölkerung, diese seien nur gezielt in Krankenhäusern und Pflegeheimen erforderlich.
  • Der britische Chefmediziner Dr. Chris Whitty erklärte, dass Covid19 “für den größten Teil der Bevölkerung” keine Gefahr darstelle. Die meisten Menschen würden nicht oder nur mild daran erkranken und selbst bei jenen, die stark erkranken, seien die Heilungschancen gut.
  • Stanford-Professor und Chemie-Nobelpreisträger Michael Levitt erklärt in einem neuen Beitrag, dass die Lockdowns keine Leben gerettet aber viele gekostet haben. Es habe sich weltweit ein “Panik-Virus” unter den Politikern verbreitet.
  • Professor Karel Sikora von der University of Buckingham argumentiert in einem Interview, dass die Angst letztlich “viel mehr Menschen töten wird als das Virus”, darunter unbehandelte Herz- und Krebspatienten. Schulen sollten rasch geöffnet werden und Masken eine individuelle Entscheidung bleiben, da ihr Nutzen nicht belegt sei. Man solle zurück in ein “altes Normal” und kein “neues Normal”. (Hinweis: Das Video mit Professor Sikora wurde von Youtube zeitweise gelöscht und erst nach Protesten wieder aufgeschaltet).
  • Der ehemalige israelische Gesundheitsminister Professor Yoram Lass hält die Lockdown-Maßnahmen für “völlig unverhältnismäßig” und eine akute Bedrohung für weltweit hunderte Millionen Menschen. Covid19 sei vergleichbar mit einer Grippe-Epidemie und hätte niemals eine solche politische Zerstörung von Existenzen gerechtfertigt. Man habe die Menschen eingeschüchtert und “gehirngewaschen”.
  • Die Oxford-Professorin für Epidemiologie, Sunetra Gupta, argumentiert in einem neuen Interview, dass die Letalität von Covid19 unter 0.1% liegen dürfte und bereits sehr viele Menschen in Kontakt mit dem Virus kamen, ohne Antikörper auszubilden.
  • Ein Mitarbeiter des deutschen Innenministeriums, zuständig für Katastrophenschutz, verfasste zusammen mit externen Fachleuten ein rund 100-seitiges Analysepapier zum Corona-Krisenmanagement, das Anfang Mai der Presse zugespielt wurde und für heftige Reaktionen sorgte. Im Analysepapier wird Covid-19 als ein “globaler Fehlalarm” beschrieben, da für die Allgemeinbevölkerung “vermutlich zu keinem Zeitpunkt eine über das Normalmaß hinausgehende Gefahr” bestanden habe. Der Kollateralschaden durch den Lockdown sei inzwischen deutlich höher ist als der erkennbare Nutzen und übertreffe das Gefahrenpotential des Coronavirus bei weitem. So seien allein im März und April in Deutschland über eine Million Operationen nicht durchgeführt worden. Das Krisen­management und die Gefahrenanalyse hätten weitgehend versagt, die vom RKI gelieferten Daten seien als Grundlage für die Entscheidungsfindung zudem “nicht zu gebrauchen”. Der Beamte wurde in der Folge beurlaubt und erhielt ein Dienstverbot, da er das Papier “ohne Autorisierung” erstellt habe.
  • Eine Gruppe um Professor Sucharit Bhakdi hat den Verein Mediziner und Wissenschaflter für Gesundheit, Freiheit und Demokratie (MWGFD) gegründet, dem sich bereits über 16,000 Unterstützer angeschlossen haben. Anfang Juni veröffentlichte die Gruppe einen Aufruf an die Bundesregierung und alle Landesregierungen, die verhängten Corona-Maßnahmen sofort und vollständig aufzuheben (Video zur Initiative). Das Ende Juni erscheinende Buch von Professor Bhakdi, Corona Fehlalarm?, ist allein aufgrund der Vorbestellungen bereits Amazon-Bestseller.
  • Übersicht: 250 weltweite Expertenstimmen gegen Corona-Dogmen
Erfolgsbeispiele

Schweden: Schweden verhängte keinen Lockdown, keine Maskenpflicht und keine Grundschul­schließungen, sondern setzte hauptsächlich auf die Eigenverantwortung und Kooperation der Bevölkerung. Dieses Vorgehen bewährte sich und Schweden sah in der Allgemein­bevölkerung lediglich eine geringe Sterblichkeit im Rahmen einer saisonalen Grippewelle.

Dennoch fiel die Gesamt­sterblichkeit in Schweden tatsächlich höher aus als in den skandinavischen Nachbarländern oder in Deutschland, was von vielen Medien als ein angebliches “Scheitern der schwedischen No-Lockdown-Strategie” dargestellt wurde.

Dabei wird jedoch zumeist verschwiegen, dass sich circa drei Viertel der schwedischen Todesfälle in Pflegeheimen und Pflegewohnungen ereigneten, die einen gezielten Schutz erfordern und von einem allgemeinen Lockdown der Gesellschaft gerade nicht profitieren. Das Medianalter der schwedischen Todesfälle liegt mit 86 Jahren denn auch weltweit vermutlich am höchsten.

Die schwedische Regierung hat sich zudem als eine der wenigen für den ungenügenden Schutz der Pflegepatienten entschuldigt und eine Untersuchung angekündigt, was von vielen Medien indes erneut als angebliches “Scheitern der No-Lockdown-Strategie” dargestellt wurde.

Tatsächlich blieb die Gesamtsterblichkeit in Schweden aber immer noch unter den starken saisonalen Grippewellen der letzten dreißig Jahre. Zudem dürfte Schweden nun von einer sehr hohen natürlichen Immunität profitieren, insbesondere in Anbetracht der neuen Studien zur effektiven Reichweite der Antikörper-Tests (siehe oben).

Schweden: Gesamtsterblichkeit, November bis Mai, seit 1990 (SCB/Twitter)

Florida: Florida führte trotz zahlreicher Senioren nur geringe Einschränkungen ein, sogar die beliebten Strände wurden frühzeitig wieder geöffnet, was von vielen US-Medien heftig kritisiert wurde. Dennoch schnitt Florida im Vergleich mit anderen Bundesstaaten sehr gut ab und zählte zuletzt bei 21 Millionen Einwohnern ca. 2300 Todesfälle, was in etwa der Mortalität von Deutschland entspricht.

Der Gouverneur erklärte in einem Interview, dass man aufgrund der Zahlen aus Südkorea und Italien und entgegen der Mediendarstellung frühzeitig erkannt habe, dass Covid19 nur für eine sehr kleine Risikogruppe gefährlich ist und deshalb die Pflegeheime bestmöglich geschützt habe. Pflegeheime seien im Sinne der Prävention sogar noch wichtiger gewesen als die Kliniken selbst, und diese Strategie habe sich bewährt. Bereits Ende Mai gab der Gouverneur bekannt, dass Sommerlager und Jugendaktivitäten uneingeschränkt durchgeführt werden können.

Japan: Japan registrierte einige der ersten Covid19-Fälle außerhalb Chinas, führte jedoch keinen Lockdown ein. Schon Ende März fragte die Japan Times: “Wo bleibt die Coronavirus-Explosion?”.  Bloomberg berichtet nun, dass diese bis heute ausblieb: Es gab keine Bewegungseinschränkungen, Restaurants und Friseure blieben offen, es gab keine “Tracking-Apps” und keine Maßentests der Allgemeinbevölkerung. Dennoch – oder deshalb – weist Japan nun im Vergleich mit den G7-Industrieländern bei weitem am wenigsten Todesfälle auf (<1000).

Manche argumentieren, die Atemschutzmasken seien für Japans Erfolg entscheidend gewesen. Doch Atemschutzmasken sind in Japan freiwillig und hielten auch den Ausbruch in der chinesischen Stadt Wuhan nicht auf, während Schweden, Florida und andere erfolgreiche Regionen keine Masken in der Allgemeinbevölkerung einsetzten.

Weißrussland: Weißrussland hat von allen Industrienationen wohl am wenigsten Einschränkungen eingeführt und sogar Großveranstaltungen wie die 75-Jahre-Feierlichkeiten zum Ende des Zweiten Weltkriegs durchgeführt. Dennoch zählt Weißrussland auch nach über drei Monaten offiziell weniger als 300 Covid-Todesfälle. Langzeitpräsident Lukaschenko, der Corona wiederholt als “Psychose” bezeichnet hatte, erklärte Mitte Mai, die Hauptstadt Minsk habe den Höhepunkt bereits überschritten. Die Entscheidung, Covid19-Fälle wie eine normale Lungen­ent­zündung zu behandeln, sei richtig gewesen. Ob die weißrussischen Zahlen wirklich korrekt sind, wird aber letztlich erst die Statistik zur Gesamtsterblichkeit zeigen können.

Weitere Meldungen
  • Übertragungswege: Ein neuer Bericht der US-Gesundheitsbehörde CDC kommt zum Ergebnis, dass das Virus hauptsächlich durch direkten Personenkontakt übertragen wird und sich “nicht leicht auf Oberflächen verbreiten kann.” Bereits der deutsche Virologe Hendrik Streeck konnte nachweisen, dass sich das neue Coronavirus nicht oder kaum über Gegenstände und in der Luft schwebende Aerosole verbreitet.
  • Abstandsregeln: Island hat die Abstandregeln Ende Mai für optional erklärt und Bars und Clubs wieder geöffnet. Die Schweiz wandelte die Abstandsvorschriften in eine freiwillige Empfehlung um. Eine Cochrane-Untersuchung von 2011 ergab bereits, dass es für die Wirksamkeit von “social distancing” Maßnahmen bislang kaum Evidenz gebe.
  • Operationen: Laut einem Artikel im British Journal of Surgery wurden aufgrund der Corona-Maßnahmen während 12 Wochen weltweit rund 28 Millionen Operationen abgesagt oder verschoben, darunter auch viele Krebsoperationen.
  • Lebensjahre: Eine Auswertung von vier US-Professoren kommt zum Ergebnis, dass der Lockdown in den USA etwa doppelt soviele Lebensjahre kosten wird wie Covid-19 und damit auch aus rein medizinischer Sicht eine stark kontraproduktive Maßnahme war.
  • Virustest: Ein deutscher Mathematiker erklärt, warum die geringen verbleibenden Infektionszahlen in vielen Ländern selbst bei ziemlich genauen Virentests größtenteils aus falschen positiven Resultaten bestehen und die Pandemie damit scheinbar nie ganz endet.
  • “Zweite Welle”: Studien zu einer “zweiten Welle” gehen teilweise von sehr unrealistischen Annahmen aus wie etwa einem konstanten Infektions- und Sterberisiko über alle Altersgruppen. Dennoch zeigt das Beispiel der Hongkong-Grippe von 1968, dass sich die globale Ausbreitung von Pandemien durchaus über einige Saisons hinziehen kann.
  • Italien: In Mailand hatten bereits Mitte Februar, d.h. noch vor Ausbruch der dortigen Epidemie, knapp 5% der Bevölkerung Antikörper gegen Covid19. Dies deutet erneut daraufhin, dass das Virus bereits früher als bisher angenommen in Europa zirkulierte, ohne aufzufallen.
  • Arbeitslosigkeit: Die Internationale Arbeitsagentur ILO rechnet damit, dass aufgrund der politischen Corona-Maßnahmen die Hälfte der weltweiten Arbeitnehmer oder 1.6 Milliarden Menschen akut vom Verlust ihrer Lebensgrundlagen bedroht sind.
  • Faktencheck: 13 irreführende und falsche Behauptungen zur Corona-Epidemie
  • Rückblick: Warum das Leben während der Grippe-Pandemien von 1968/69 (Hongkong-Grippe) und von 1957 (Asiatische Grippe) weitestgehend normal weiterging.
Hat der Lockdown Leben gerettet?

Viele Medien berichteten von einer Studie des Imperial College London, wonach die Lockdowns in Europa angeblich “3 Millionen Leben gerettet” hätten. In Wirklichkeit verglich das Imperial College London einfach die unrealistischen Vorhersagen des eigenen Modells mit der Realität. Besonders deutlich wird das am Beispiel Schwedens, das auch ohne Lockdown nur einen Bruchteil der Todesfälle hatte, die vom Imperial College Modell prognostiziert wurden (siehe Grafik).

Imperial-Modell vs. Realität in Schweden. Orange: Prognose ohne Maßnahmen; grau: Prognose mit moderaten Maßnahmen; blau: Realität. (GRC; 8. Mai 2020)
Zur Rolle der Medien

Die meisten traditionellen Medien, die fast alle in geopolitische Netzwerke eingebunden sind, verbreiteten während der Corona-Zeit überwiegend Angstpropaganda, wie man dies sonst im Zusammenhang mit Angriffskriegen oder angeblichen Terroranschlägen beobachtet.

Dabei wurde das Risiko für die Allgemeinbevölkerung stark überzeichnet, die Regierungspolitik kaum hinterfragt, die Situation in Krankenhäusern dramatisiert, manipulative Bilder verwendet, Kampagnen inszeniert, und Protestierende systematisch als “Idioten” diffamiert.

Einige konservative Medien kritisierten zwar die wirtschafts­schädlichen Lockdown-Maßnahmen. Die wirkliche Frage wird aber sein, ob sie auch die nun geplanten Überwachungs­maßnahmen wie die gesamt­gesell­schaftliche Kontaktverfolgung kritisieren werden (siehe unten).

Die meisten unabhängigen Medien realisierten früher oder später, dass das Risiko des Coronavirus übertrieben und politisch instrumentalisiert wurde. Nur einige wenige unabhängige Medien realisierten das nicht, da ihnen vielleicht das medizinische Hintergrundwissen fehlte.

Einige Analysten verglichen Covid-19 zudem mit einer Psychologischen Operation, bei der die Angst vor dem Virus genutzt wird, um politische und gesellschaftliche Veränderungen herbeizuführen.

US-Plattformen wie Google, Youtube, Facebook und Twitter betrieben bei Corona-Themen eine umfangreiche Zensur, indem kritische Standpunkte selbst von Ärzten gelöscht oder ihre Verbreitung eingeschränkt wurde, wie dies bei geopolitischen Themen seit langem üblich ist.

Moderne Mediennutzer haben jedoch die Möglichkeit, manipulationsfreie Suchmaschinen wie z.B. DuckDuckGo und unabhängige Videoplattformen wie z.B. Bitchute zu nutzen, sowie auf propagandistischen Medienseiten generell einen Werbe- und Trackingblocker einzusetzen.

Ein kritisches Interview mit Prof. Sikora, das von Youtbe zeitweise gelöscht wurde (Unherd)
Politische Entwicklungen

Zahlreiche Beobachter haben bereits darauf aufmerksam gemacht, dass die überwiegend politisch herbeigeführte “Corona-Krise” für weitreichende gesellschaftliche und ökonomische Veränderungen instrumentalisiert wird oder werden könnte.

NSA-Whistleblower Edward Snowden warnte bereits im März, dass Regierungen die vorübergehende Corona-Krise zum Anlass oder Vorwand für den permanenten Ausbau der gesellschaftlichen Überwachung und Kontrolle nehmen und damit eine “Architektur der Unterdrückung” errichten.

Zu den derzeit diskutierten oder bereits eingeführten Maßnahmen zählen insbesondere:

  1. Die Einführung von Applikationen zur gesamtgesellschaftlichen Kontaktverfolgung
  2. Der Aufbau von Einheiten zur Durchsetzung der Verfolgung und Isolierung von Bürgern
  3. Die Einführung von digitalen biometrischen Ausweisen, über die die Teilnahme an gesellschaftlichen und beruflichen Aktivitäten kontrolliert und reguliert werden kann.
  4. Die erweiterte Kontrolle von Reiseverkehr und Zahlungsverkehr (Bargeldabschaffung).
  5. Die Schaffung von gesetzlichen Grundlagen für einen Zugriff auf die biologischen Systeme der Bürger durch Regierungen oder Konzerne (durch sog. “Pflichtimpfungen”).

Über 600 Wissenschaftler haben vor einer “beispiellosen Überwachung der Gesellschaft” durch problematische Apps zur Kontakt­­verfolgung gewarnt. In einigen Ländern wird diese Kontakt­ver­folgung bereits direkt vom Geheimdienst durchgeführt. Weltweit kam es bereits zur Überwachung der Zivilbevölkerung durch Drohnen und zu teilweise massiver Polizeigewalt.

Im Mai fügten Apple und Google eine Schnittstelle zur Kontaktverfolgung in die Betriebs­systeme von drei Milliarden Mobiltelefonen ein, die nun von nationalen Behörden genutzt werden kann.

Dies obschon eine WHO-Studie zu pandemischer Influenza 2019 zum Ergebnis kam, dass eine Kontaktverfolgung aus medizinischer Sicht nicht sinnvoll und “unter keinen Umständen zu empfehlen” ist. Tatsächlich ist der epidemiologische Nutzen solcher Apps höchst zweifelhaft.

Oftmals wird argumentiert, die Applikationen zur Kontaktverfolgung würden “freiwillig” bleiben und seien “datenschutzkonform”. Doch beides ist in der Praxis nicht wirklich zutreffend.

In mehreren Ländern ist die Nutzung der Applikationen bereits für gewisse Aktivitäten obligatorisch. So verlangen in Indien verschiedene Arbeitgeber, Verwaltungen, Vermieter und Transport­unter­nehmen die Tracing-App, die bereits 100 Millionen Inder installiert haben. In Argentinien müssen alle, die sich im “öffentlichen Raum” aufhalten, die Kontaktverfolgung aktivieren.

Auch einige deutsche Politiker sprachen sich bereits für eine  Bevorzugung von App-Nutzern bei Reisen oder Restaurantbesuchen aus. Der israelische Premier Netanyahu sprach seinerseits von der Verwendung von “Sensoren” zur Abstandskontrolle bei Kindern.

In Singapur haben sich die “freiwillige” App weniger Personen als erwartet installiert, weshalb die Regierung diese nun für gewisse öffentliche Räume oder Dienste ebenfalls obligatorisch machen möchte. In einigen Parks wird die Abstandskontrolle zudem von DARPA-Robotern überwacht.

In Australien werden Menschen, die die App zur Kontaktverfolgung nicht nutzen möchten, von Medien als Idioten und Gefährder beschimpft und damit sozial unter Druck gesetzt.


Singapur: Eine DARPA-Roboterhund kontrolliert das Social Distancing (CNA)

Auch der Datenschutz der angeblich “dezentralen” Kontaktverfolgung ist problematisch. Der niederländische IT-Professor Jaap-Henk Hoepmann erklärte schon im April, dass auch vermeintlich dezentrale Lösungen sehr leicht für eine Überwachung genutzt werden können.

Der Präsident der deutschen Gesellschaft für Informatik vermutete aufgrund der Geschwindkeit der Einführung zudem, dass die Funktionen in den Geräten “längst schon drin waren” und nur noch ein wenig “Finetuning” erforderlich war. Die Apps sieht er als ein “trojanisches Pferd”.

Parallel zur Einführung der Applikationen haben zahlreiche Länder damit begonnen, Spezialeinheiten zur Kontaktverfolgung und Isolierung der Bürger aufzubauen.

In den USA wurden dazu milliardenschwere Gesetzesvorhaben zum Aufbau eines nationalen “Corona Testing and Tracing Corps” mit bis zu 180,000 Mitgliedern eingebracht. Die Bundesstaaten New York und Kalifornien sind bereits dabei, “Kontaktverfolgungs-Armeen” mit je bis zu 20,000 Mitgliedern aufzubauen. Im Bundesstaat Washington soll dabei die Nationalgarde mitwirken und wer sich nicht “freiwillig” isoliert, kann dazu gezwungen werden.

Italien kündigte ebenfalls den Aufbau eines Korps mit 60,000 Freiwilligen an, die Schweiz und andere Länder haben mit dem Aufbau solcher Einheiten bereits begonnen. In Deutschland kam es bereits zu Massentestungen in Wohnhäusern unter Androhung von polizeilichem Zwang.

Die Software für die gesamtgesellschaftliche Kontaktverfolgung in den USA, in Großbritannien und womöglich in weiteren europäischen Ländern wird von der CIA-nahen Technologiefirma Palantir des US-Milliardärs Peter Thiel bereitgestellt. In Israel wird zur Kontaktverfolgung Software der Spionagefirma NSO verwendet, mit der auch Menschenrechtler überwacht werden.

Eine Whistleblowerin, die an einem Ausbildungsprogramm für Kontaktverfolger in den USA teilgenommen hatte, beschrieb dieses als “totalitär” und eine “Gefahr für die Gesellschaft”.

Alle diese Maßnahmen erfolgen, obschon der epidemiologische Nutzen unklar ist und sich die WHO explizit gegen eine Kontaktverfolgung aussprach, die sonst vor allem bei schweren sexuellen Krankheiten oder Lebensmittelvergiftungen zum Einsatz kommt, die sich im Unterschied zu häufigen Atemwegserkrankungen leicht nachverfolgen lassen.

Zusätzlich zu Applikationen und Spezialeinheiten zur Kontaktverfolgung gibt es weiterhin konkrete Projekte oder Planungen für “Immunitätsausweise”, mit denen sich beispielsweise die Reise- und Arbeitstätigkeit der Bevölkerung regulieren ließe. Tatsächlich plante die EU die Einführung eines solchen europäischen Impfpasses bereits seit 2018.

Solche “Impfausweise” sind wiederum verbunden mit einem weltweiten “Impfprogramm”, an dem derzeit ebenfalls gearbeitet wird. So forderte US-Milliardär und Impfstoff-Investor Bill Gates beispielsweise eine Corona-Impfung für “sieben Milliarden Menschen”. AstraZeneca bereitet die Produktion von zwei Milliarden Dosen des weiterhin ungetesteten Oxford-Impfstoffes vor.

Aus strategischer Sicht ermöglicht ein solches globales Impfprogramm längerfristig den Zugriff auf die biologischen Systeme der Menschen, darunter insbesondere das Immun- und Nervensystem sowie das genetische und reproduktive System.

Im ökonomischen Bereich zeichnet sich derweil ein Digitalisierungs- und Zentrali­sierungs­schub zugunsten einiger weniger Technologiekonzerne ab, wie dies die amerikanische National Security Commission on Artificial Intelligence (NSCAI) unter Leitung des ehemaligen Google-CEO Eric Schmidt bereits 2019 in einem Strategiepapier forderte, um mit China mithalten zu können.

Das World Economic Forum (WEF) Davos, das zusammen mit der Gates Stiftung und der Johns Hopkins Universität bereits an der bekannten Coronavirus-Pandemie-Übung “Event 201” vom Oktober 2019 beteiligt war, rief diesbezüglich einen globalen “Great Reset” aus, um die ökonomischen und gesellschaftlichen Strukturen für das 21. Jahrhundert vorzubereiten.

In einem Offenen Brief warnten derweil mehrere Kardinäle und Bischöfe der katholischen Kirche, dass unter dem Vorwand des Coronavirus eine weltweite Panik ausgelöst worden sei, um “inakzeptable Formen der globalen Überwachung und Kontrolle der Bevölkerung” einzuführen.

Die Idee, dass eine Pandemie für den Ausbau globaler Überwachungs- und Kontroll­instrumente genutzt werden kann, ist nicht neu. Bereits 2010 beschrieb die amerikanische Rockefeller Foundation in einem Arbeitspapier zu technologischen und gesellschaftlichen Zukunfts­entwicklungen ein “Gleichschritt-Szenario” mit einer Grippe-Pandemie aus China, in dem die heutigen Entwicklungen überraschend präzise antizipiert wurden (ab Seite 18).

Es gibt aber auch Reaktionen der Bevölkerung: So haben zum Beispiel Spanien, Italien und Deutschland Demonstrationen für Grundrechte mit zehntausenden Menschen erlebt.

Siehe auch: Inside the NSA’s Secret Tool for Mapping Your Social Network (Wired)

Kreative Beiträge
The Landing AI Social Distancing Detector (Youtube)
B. Länder und Regionen
Skandinavien
  • Dänemark: In Dänemark wurde durch geleakte E-Mails bekannt, dass sich die Gesundheitsbehörde im März anders als politisch dargestellt gegen einen Lockdown aussprach und schrieb: “Die dänische Gesundheitsbehörde ist weiterhin der Ansicht, dass Covid-19 nicht als allgemein gefährliche Krankheit bezeichnet werden kann, da es weder einen normalerweise schwerwiegenden Verlauf noch eine hohe Sterblichkeitsrate aufweist.” Außerdem wurde eine tatsächlich tiefere Reproduktionszahl aus politischen Gründen nicht veröffentlicht, um den Lockdown zu begründen. Das dänische Parlament hat nun eine Untersuchung der Regierungspolitik durch eine Expertenkommission beschlossen.
  • Norwegen: Die norwegische Premierministerin räumte öffentlich ein, dass sie im März in Panik verfallen sei und die meisten der beschlossenen Lockdown-Maßnahmen vermutlich nicht erforderlich gewesen wären. Auch in Norwegen wurde bekannt, dass die Reproduktionszahl bereits vor dem Lockdown gegen den stabilen Wert von 1 fiel. Im Falle einer “zweiten Welle” müsse eine wesentlich sanftere Strategie ohne Lockdown gewählt werden.
  • Schweden: Schweden kam trotz internationalem Druck gut ohne Lockdown durch die Corona-Zeit (siehe oben): Die Gesamtsterblichkeit bewegte sich im Rahmen früherer starker Grippewellen. 75% der Todesfälle fielen in Pflegeheimen und Pflegewohnungen vor, wozu die Regierung eine Untersuchung einleitete. Internationale Medien versuchten dies als “Scheitern der schwedischen Strategie” darzustellen, was indes nicht richtig ist, da Pflegeheime einen gezielten Schutz benötigen und von einem allgemeinen gesellschaftlichen Lockdown gerade nicht profitieren.
  • Schulen: Sowohl Finnland als auch Dänemark stellten nach der Wiedereröffnung ihrer Schulen keine Zunahme der Corona-Fälle fest. Schweden behielt seine Grundschulen offen.
Schweiz
Kumulierte Sterblichkeit im Vergleich zum Erwartungswert (2010-2020, BFS/Stotz)

Medizinische Aspekte:

  • Die Schweiz befindet sich nach ca. fünf Wochen relativer Übersterblichkeit seit Mitte Mai bereits in einer Untersterblichkeit. Die kumulierte Sterblichkeit seit Anfang Jahr liegt im Bereich einer üblichen Grippesaison und weit unter der starken Grippesaison von 2015 (siehe Grafik oben). Rund 50% der Todesfälle ereigneten sich in Pflegeheimen, die von einem Lockdown nicht profitierten. Der Altersmedian der Todesfälle liegt bei ca. 84 Jahren und damit sogar etwas über der durchschnittlichen Schweizer Lebenserwartung.
  • Im Kanton Zürich kam es zu insgesamt 130 testpositiven Todesfällen. Mehr als die Hälfte davon (78) erfolgte in Pflegeheimen. Wiederum etwas mehr als die Hälfte dieser Todesfälle (40) erfolgte in zwei Pflegeheimen, die Covid19-Patienten aus Krankenhäusern aufnehmen mussten und diese teilweise ungenügend isolieren konnten.
  • Die ETH Zürich hat ihre Studie, wonach der Rückgang der Ausbreitung von Covid19 bereits vor dem Lockdown einsetzte, inzwischen mehrmals umformuliert, um dem Bundesrat nicht mehr offen zu widersprechen. Doch das Ergebnis bleibt dasselbe: Der Lockdown war medizinisch unnötig und gesellschaftlich kontraproduktiv. Die Prognosen der Behörden und Hochschulen beruhten auf teilweise völlig unrealistischen Annahmen.
  • Forscher der ETH Lausanne haben eine Studie vorgestellt, in der sie vor dem Risiko einer “zweiten Welle” warnen, die die Schweiz überfordern könnte. Der Hauptautor der Studie, Professor Jacques Fellay, ist zugleich Mitglied der Corona-Taskforce des Bundesrates und Befürworter eines Corona-Impfstoffes. Eine unabhängige Analyse dieser Studie ergab indes, dass sie auf sehr unrealistischen Annahmen beruht und beispielsweise ein konstantes Erkrankungs- und Sterberisiko für alle Altersgruppen annimmt.
  • Medizinunternehmer Stephan Rietiker von Inside-Corona kommt mit Blick auf das Corona-Managements des Bundesrates zu einem vernichtenden Fazit. Der Bundesrat habe die Erkenntnisse der eigenen Pandemiekommission weitgehend ignoriert und groteske Fehlentscheide mit folgenreichem Schaden für Bevölkerung und Wirtschaft getroffen. Es sei eine untaugliche “Eindämmungsstrategie” verfolgt worden im naiven Glauben, die Zeit bis zu einem Impfstoff “überbrücken” zu können. Das geplante generelle “Contact Tracing” werde Unmengen an Geld verschlingen und am Ende “kläglich scheitern”. Es sei höchste Zeit, das Notrecht aufzuheben und die Entscheider zur Verantwortung zu ziehen.

Medien:

Politische Aspekte:

  • In der Schweiz kam es seit April zu wöchentlichen Corona- und Grundrechte-Demonstrationen in Bern, Zürich und anderen Städten. Dabei kam es zu teilweise erheblicher Polizeigewalt, siehe »Corona-Repression in der Schweiz«. Von staatstragenden Medien wurden die Teilnehmer dieser Demonstrationen zumeist als Wirrköpfe oder Extremisten dargestellt.
  • Der Bundesrat plant, die bestehenden Notverordnungen in dringliches Bundesrecht umzuwandeln, wogegen eine Online-Petition gestartet wurde.
  • Der Bundesrat hat Ende Mai eine gesetzliche Grundlage für die “Corona-Tracing-App” verabschiedet, die nun vom Parlament beraten und bewilligt wird. Apple und Google haben ihre mobilen Betriebssysteme mit einer entsprechenden Schnittstelle ausgerüstet. Entgegen der ursprünglichen Darstellung werden “anonyme” Daten doch im Ausland auf Amazon-Servern gespeichert. Die Nutzung der App solle “freiwillig” bleiben. Update: 26 Nationalräte stimmten gegen die Einführung der Proximity-Tracing-App.
  • Der Kanton Zürich und einige andere Kantone haben bereits Zentren zur gesamt­gesell­schaftlichen Kontaktverfolgung eingerichtet, bestehend aus Mitarbeitern der Polizei und Gesund­heits­direktion, die potentiell “infizierte” Personen kontaktieren und sie in eine Quarantäne einweisen sollen. Die Erfahrungen vom Frühjahr hätten gezeigt, dass das Zentrum künftig stark ausgebaut oder ausgelagert werden müsse.
  • Eine Umfrage der Hochschule Winterthur ZHAW ergab, dass 40% der Schweizer eine stärkere Überwachung durch “Corona-Apps” befürchten. Dennoch plane eine Mehrheit, die App zur Kontaktverfolgung zu nutzen.
  • In der Schweiz stieg die Arbeitslosigkeit durch den Lockdown um 36% auf 3.4%. Die Kurzarbeit stieg auf knapp 40% aller Arbeitskräfte, den höchsten Wert in Europa.
  • Im Rahmen von Covid19 kam nicht die seit langem bestehende Schweizer Pandemie-Kommission zum Einsatz, sondern eine eigens gegründete “Covid-19 Taskforce”, deren Mitglieder teilweise Interessenskonflikte im Bereich der Pharmazie aufweisen.
  • Video: “Gehört der Bundesrat ins Gefängnis?” Der Schweizer Journalist Reto Brennwald interviewte den Unternehmer Daniel Stricker, der Mitte März für einige Wochen aus der Schweiz nach Schweden flüchtete und die Corona-Politik des Schweizer Bundesrates stark kritisiert.
  • US-Milliardär und Impfstoff-Investor Bill Gates hat der Schweizer Heilmittelbehörde Swissmedic im Februar 2020 eine Spende von 900,000 Dollar für “Projekte in Afrika” zukommen lassen.
  • Die Schweiz wird die von Bill Gates geförderte globale Impfstoffallianz GAVI mit 30 Millionen Franken für die Entwicklung eines Corona-Impfstoffes unterstützen.
  • Der Corona-kritische Aargauer Arzt, der im April von einer Sondereinheit der Polizei brutal festgenommen und vorübergehend in die Psychiatrie eingeliefert wurde, forderte eine externe Administrativuntersuchung zu seinem Fall, die von der Regierung nun eingeleitet wurde. Bereits zuvor wurde bekannt, dass der Arzt entgegen der Behauptung der Polizei weder Angehörige noch Behörden bedrohte noch im Besitz einer geladenen Waffe war.
Deutschland und Österreich
  • In Deutschland und Österreich kam es zu keiner signifikanten Übersterblichkeit seit März. Tatsächlich zeigte sich in Deutschland bevölkerungskorrigiert sogar eine leichte Untersterblichkeit seit Jahresbeginn, wie ein Professor der Uni Konstanz nachwies.
  • In Österreich wurde durch geleakte Protokolle wie bereits in Dänemark und England bekannt, dass der Lockdown politisch motiviert war und sich die Gesundheitsexperten mehrheitlich dagegen aussprachen: Diese empfahlen Kanzler Kurz bereits im März, von der Botschaft eines “ganz gefährlichen Virus” abzukommen, da das Virus bereits weit verbreitet und für den Großteil der Bevölkerung nicht gefährlich sei.
  • In Deutschland wurden aufgrund des Corona-Lockdowns bis Ende Mai fast eine Million Operationen abgesagt. Deutsche Onkologen warnen vor Verzögerungen bei Diagnostik und Therapie von Krebserkrankungen aufgrund des Lockdowns. Krebs sei eine “weitaus größere Gefahr als COVID-19”, betonten die medizinischen Fachverbände.
  • Deutsche Kinderärzte berichten aufgrund des Lockdowns von massiver Gewalt gegen Kinder. Sie sähen Verletzungen wie sonst nur nach Autounfällen, darunter Knochenbrüche oder Schütteltraumata. Die Zahl der Anrufe bei der Kinderschutzhotline habe stark zugenommen.
  • Der Berliner Rechtsmediziner Professor Michael Tsokos berichtete von “Corona-Suiziden” von Menschen, die sich vor einer Infektion fürchten oder glauben, infiziert zu sein. Professor Tsokos kritisierte die Panikmache und Verbreitung von “Horrorszenarien” durch Medien und einige Virologen. Er befürchtet, dass auf die “infektiologische Pandemie” nun eine “psycho-soziale Pandemie” folgen wird. Tatsächlich sind die Suizide und Suizidversuche in Berlin im ersten Quartal bereits “drastisch angestiegen”.
  • Wirtschaftsexperten rechnen in Deutschland bis 2021 mit ca. 10,000 zusätzlichen Insolvenzen von Firmen aufgrund der politischen Corona-Maßnahmen.
  • In deutschen Städten kam es seit April zu einigen der größten Corona- und Grundrechte-Demonstrationen Europas mit bis zu 25,000 Teilnehmern. Dabei kam es allerdings auch zu teilweise gravierender Polizeigewalt, beispielsweise bei der Verhaftung des Vegankochs Attila Hildmann oder der 68-jährigen ehemaligen DDR-Bürgerrechtlerin Angelika Barbe. Außerdem kam es in Deutschland zu Brandanschlägen und teilweise lebensbedrohlichen Überfällen auf Demonstrierende und Medienleute durch zumeist schwarz vermummte Gruppierungen, die sich vor staatlicher Verfolgung offenbar nicht zu fürchten scheinen.
  • Werner Winterstein, Enkel eines von Nationalsozialisten ermordeten österreichisch-jüdischen Justizministers, nahm an einer Grundrechte-Demonstration in Wien teil und erklärte, er sei “erschüttert über die stille Machtergreifung durch Elemente, die von ‚neuer Normalität‘ am Rande des demokratischen Modells sprechen.” Die Corona-bedingte Einteilung von Bürgern in verschiedene Kategorien und die Schaffung eines neuen Denunziantentums seien gefährliche Entwicklungen. Er beobachte einen Mangel an Zivilcourage und eine Unterwerfung unter die Obrigkeit. Die geplanten Corona-Apps gehen “in Richtung totaler Überwachungsstaat” und seien abzulehnen.
Deutschland: Wöchentliche Mortalität, 2017 bis 2020 (Destatis/RKI)
Vereinigte Staaten
  • In den USA gab es bis Ende Mai ca. 100,000 testpositive Todesfälle. Die Gesamt­sterblichkeit seit Anfang Jahr lag indes im Bereich der starken Grippesaison von 2017/2018 (siehe Grafik unten). Mindestens 42% der Todesfälle erfolgten in Pflegeheimen, die 0.6% der US-Bevölkerung ausmachen und nicht von einem allgemeinen Lockdown profitierten.
  • In den Bundesstaaten, die keinen Lockdown einführten oder ihn früh wieder aufhoben, kam es laut einer Studie von JP Morgan zu keiner erhöhten Sterblichkeit.
  • Eine Auswertung von vier US-Professoren kommt zum Ergebnis, dass der Lockdown in den USA etwa doppelt soviele Lebensjahre kosten wird wie Covid-19.
  • Über 600 Ärzte warnten US-Präsident Donald Trump in einem Offenen Brief vor den Gefahren eines verlängerten Lockdowns. Der Lockdown sei selbst eine medizinische Großkatastrophe gewesen (mass casualty incident). Außerhalb von New York City sei keine einzige US-Stadt durch Corona besonders belastet gewesen.
  • In einem weiteren Offenen Brief an US-Vizepräsident Mike Pence fordern amerikanische Ärzte die rasche Öffnung der Gesellschaft. Die Gefährlichkeit von Covid-19 habe sich als viel geringer herausgestellt als ursprünglich angenommen. Die Risikogruppen seien bekannt und könnten gezielt geschützt werden. Eine sichere Immunisierung der Gesellschaft sei auch ohne Impfung möglich. Die Medien hätten die Bevölkerung unnötig terrorisiert und damit einen starken Anstieg von Verzweiflung und Suizidabsichten ausgelöst.
  • Die meisten der für insgesamt 660 Millionen Dollar gebauten Feldhospitale der US-Armee haben im Mai wieder geschlossen, ohne einen einzigen Patienten behandelt zu haben.
  • Ein kalifornischer Trauma-Arzt erklärt in einem Beitrag, dass es im Mai mehr Suizidversuche gegeben habe als normalerweise in einem ganzen Jahr, und dass die Suizide die Corona-Todesfälle in Kalifornien bereits bei weitem übertreffen.
  • Im stark betroffenen Bundesstaat New York wurde eine unabhängige Untersuchung gefordert zur Anordnung des Gouvernours, dass Pflegeheime Corona-Patienten aufnehmen müssen. In New Yorker Pflegeheimen kam es zu über 5000 Todesfällen. Auch in den stark betroffenen Staaten New Jersey und Pennsylvania gab es solche Anordnungen.
  • Der größte Krankenhausverbund New Yorks hat eine Untersuchung zum Einsatz invasiver Beatmungsgeräte angekündigt. Im April wurde bekannt, dass US-Kliniken hohe Prämien erhalten, wenn sie Covid-19-Patienten aufnehmen und diese an Beatmungsmaschinen anschließen, obschon Fachleute längst vor den Gefahren einer invasiven Beatmung warnten. Eine New Yorker Krankenschwester sprach dabei sogar von einem “Massenmord”.
  • Im Bundesstaat Washington bestätigte die Gesundheitsbehörde, dass selbst Mordopfer als “Coronatote” gezählt wurden, wenn sie positiv auf das Coronavirus testeten. Auch die New York Times listete auf ihrer Titelseite zu “Corona-Opfern” ein Mordopfer auf. Selbst der Ende Mai bei einer Festnahme verstorbene George Floyd testete positiv auf Corona.
  • Bis Ende Mai gerieten in den USA über 40 Millionen Menschen in die Arbeitslosigkeit. Schätzungen gehen davon aus, dass circa 42% der verlorenen Arbeitsplätze nicht mehr eröffnet werden und die schwerste Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg eintritt (siehe unten).
  • US-Milliardäre sahen durch “Corona” dennoch einen Vermögenszuwachs von $434 Milliarden.
USA: Gesamtsterblichkeit 2017/18 und 2019/2020 (population adjusted). Source: NCHS/Twitter
USA: Jobverlust in Rezessionen seit 1945 (BLS/CRB)
Großbritannien
Mortalität 2020 im Vergleich zu den starken Grippewellen von 1999 und 2000 (an die Bevölkerung angepasst und zeitlich verschoben). Quelle: ONS/OffGuardian
Südamerika und Afrika

Nachdem die Corona-Ausbreitung in Europa und den USA abklang, fokusierten viele Medien auf die Situation in Südamerika, insbesondere auch in Brasilien. Tatsache ist jedoch, dass Brasilien mit seinen 210 Millionen Einwohner deutlich besser dasteht als die meisten westeuropäischen Länder.

In anderen lateinamerikanischen Ländern wie etwa Ecuador verbreitet sich neben dem Coronavirus zusätzlich noch das Denguefieber mit ähnlichen Symptomen, was zu einer doppelten Belastung des Gesundheitssystems führen kann. Dennoch wurde z.B. in Peru festgestellt, dass ähnlich wie in anderen Ländern ca. 80% der bestätigten Coronafälle symptomlos bleiben.

Einige Medien berichteten von angeblich “rund um die Uhr” laufenden Krematorien in Mexico City. Ein in Mexiko lebender Youtuber besuchte daraufhin die Stadt und die dortigen Krankenhäuser, Bestattungs­­unternehmen und Krematorien, die alle sehr wenig Betrieb hatten.

Generell gab es in Südamerika und auch in Afrika bisher eine deutlich geringere Corona-Sterblichkeit als in Europa und den USA, was an der jüngeren Bevölkerung und an klimatischen Faktoren liegen könnte. Hingegen rechnet die Weltbank mit bis zu 60 Millionen Armutsopfern aufgrund der globalen politischen Corona-Maßnahmen.

C. Zur Rolle von Bill Gates

US-Multimilliardär und Microsoft-Gründer Bill Gates ist der wichtigste private Sponsor der WHO und der Impfstoff-Industrie und steht deshalb aktuell besonders im Fokus. In den folgenden Abbildungen wird sein pharmazeutisches und mediales Netzwerk grafisch dargestellt.

Siehe auch:

Fördermittel von Bill Gates in USA/UK und Deutschland

 

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